12.06.11

12 von 12 (Juni)

Wie beinahe jeden Sonntag, hatte ich heute morgen Mesnerdienst (Mesner = Küster, für die norddeutsche Leserschaft :-)). Am Pfingstsonntag gehören selbstredend Pfingstrosen auf den Altar. Es war gar nicht so leicht die Blumen aufzutreiben, denn weil Pfingsten dieses Jahr so spät ist, sind viele Pfingstrosen schon verblüht.

Zum sonntäglichen Dienst gehört auch das "Lieder stecken".

Und die Vorbereitung des Abendmahls. Alles ist vorbereitet, der Gottesdienst kann beginnen ...

... mit Glockengeläut. Zu meinen Aufgaben gehört unter anderem das Läuten der Glocke. Jedes Mal wieder ein Erlebnis.

Wieder zuhause ist die männliche Hälfte der Familie schon eifrig beim Pizza backen.

Und: Trara – Fanny darf zum ersten Mal ihr beinahe fertiges "Partykleid" anprobieren. Sie liebt es und fühlt sich darin wie eine Prinzessin. Dem Kleid (Schnitt: Feliz) werde ich noch ein ausführliches Posting widmen ;-).

SchwertGabelkämpfe am Mittagstisch (*augenverdreh*)

Heute Mittag hatten wir Freunde u.a. zum Kaffee trinken in unseren Garten eingeladen. Das heutige Sonntagssüß also integriert ins 12 von 12: Carrot Cake à la Dana von made. Nicht ganz mein Fall, aber den Gästen hat's geschmeckt, und das ist ja schließlich die Hauptsache.

Bitte nicht stören!

Statt Trampolin ...

Nach dem ereignisreichen Sonntag ging's noch in die Badewanne und dann ab ins Bett.

Und ich freue mich jetzt auf den Münsteraner Tatort!

Wer noch alles mitgemacht hat, ist wie immer bei Caro in Erfahrung zu bringen.

03.06.11

Ische abe fertig!


Endlich habe ich es geschafft, mal wieder ein Buch zu lesen. "Nachtzug nach Lissabon" stand schon lange ungelesen und mahnend in unserem Bücherregal. Gekauft habe ich es, als es ganz oben in den Bestsellerlisten stand. Also vor etwa 4 Jahren. Das Buchthema Mai/Juni bei "Die lesende Minderheit" hat nun den endgültigen Anstoß gegeben, endlich anzufangen.

Am Anfang fand ich's zäh, die Erzählung nahm dann irgendwann an Fahrt auf, um schließlich wieder etwas fad zu enden. Interessant fand ich die Geschichten rund um den Widerstand gegen das faschistische Regime Portugals. Und an Büchern mag ich auch sehr, bereits besuchte Städte, deren Straßen und Viertel wieder vor dem geistigen Auge vorbeiziehen lassen zu können. Das Alfama-Viertel, Bélem und Coimbra ... alles Orte, die ich schon besucht habe, und sehr mochte. Anstrengend zu lesen waren die Essays einer der beiden Hauptpersonen des Buches, es gab also ein "Buch im Buch". Gut dargestellt, war jedoch die innere Zerrissenheit eben dieser Hauptperson namens Prado, der zeitlebens unter den Erwartungen seiner Familie an ihn litt.

Vom Hocker gerissen hat's mich nicht. Ich würde "Nachtzug nach Lissabon" nicht weiterempfehlen.

22.05.11

Sonntagssüß: Erdbeer-Rhabarber-Marmelade

Letzten Sonntag hatte ich ja bereits angedeutet, dass die Kombi Erdbeer-Rhabarber zu einen meinen liebsten gehört. Mit dem Einkochen der Früchte kann man sich prima den Geschmack der Saison für den Rest des Jahres konservieren. Gestern wurden hier günstige Erdbeeren angeboten, also DIE Gelegenheit Erdbeermarmelde zu kochen. Mit etwas Rhabarber aus dem Garten und einer Banane ergab das einen leckeren Brotaufstrich, den wir heute morgen beim Frühstück bereits genossen haben. Und in tolles Mitbringsel für den Besuch bei Freunden, zu dem wir jetzt gleich aufbrechen.


1,8 kg Erdbeeren
700 g Rhabarber
1 Banane
1250 g Gelierzucker (2:1)

Erbeeren würfeln und Rhabarber in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Gelierzucker den Einkochtopf geben, gut miteieinander vermischen und mind. 2 Stunden lang ziehen lassen.

Banane in feine Scheiben schneiden und dazugeben. Dann das Ganze aufkochen und mind. 4 Minuten lang sprudelnd kochen lassen.

19.05.11

Pünktlich ...

... zur Eröffnung des örtlichen Freibads, habe ich meine neue Badetasche fertig genäht. Aus einem Streichelstöffchen, einem Jeansstoffrest und einigen der hier im Haushalt vorrätigen Punktestoffe. Das Schnittmuster, ihre werdet es erkannt haben, ist Luna von Frau Griselda. Die kleinere Version der Tasche steht schon auf meiner To-Do-Liste.

15.05.11

Initiative Sonntagssüß: Erdbeer-Rhabarber-Crumble

Tolle Idee, die

Heute mein erster Beitrag zu dieser schmackhaften Reihe. Zum zweiten Mal hergestellt in dieser Saison, dieses Mal aber mit halb soviel Zucker, wie im Originalrezept angegeben. Für meinen Geschmack war das letzte Crumble nämlich viel zu süß, aber trotzdem oberlecker. Überhaupt finde ich die Kombination Erdbeere und Rhabarber eine der Vollkommensten, die die Küche zu bieten hat. Und das Tolle am Rezept: sehr schnell, sehr einfach und zusammen mit Vanilleeis oder Vanillesoße kaum zu toppen.


Man nehme:

400 g Rhabarber
400 g Erdbeeren
140 g (70 g) braunen Zucker
80 g Mehl
40 g gemahlene Mandeln
60 g (30 g) Zucker
1 Msp. Zimt
1 Prise Salz
60 g kalte Butter

1. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Rhabarber in 2 cm lange Stücke schneiden, Erdbeeren vierteln. Rhabarber und Erdbeeren mit 80 g (40 g) braunem Zucker mischen und in einer Auflaufform verteilen.

2. Mehl mit Mandeln, Zucker, übrigem braunem Zucker, Zimt und Salz mischen. Butter klein würfeln, dazugeben und alles rasch zu einem krümeligen Teig verkneten. Streusel über die Früchte streuen.

3. Crumble im vorgeheizten Ofen 30-40 min backen. Noch warm servieren.

Wie gesagt: mit Vanilleeis der Vanillesoße sehr, sehr lecker!

Edit: 
Also die Hälfte der angegebenen Zuckermenge erwies sich als zu wenig. Wahrscheinlich reicht auch ein Drittel weniger :-).

11.05.11

Stofflager

So sehen sie aus die Stoffvorräte im Hause babska:

Hineingepfercht in Kisten aus Plaste. Mangels Stellfläche für Regale, und als Vorsichtsmaßnahme gegen neugierige Schokoladen-Patschehändchen oder experimentierfreudige Schnippschnapp-Kinderscheren.
Auch wenn man's nicht glaubt, aber ein gewisses Ordnungssystem liegt diesem Chaos auch zugrunde: Die Kiste links unten beinhaltet Jerseys, Nicky-Stoffe, Polarvlies und Cord. Die Kiste darüber ist reserviert für die bedruckten Baumwoll-Stoffe aus den USA, Japan etc. Die große Kiste rechts oben beinhaltet auch Baumwollstoffe, jedoch "nur" die gepunkteten, gestreiften und karierten. Im weißen Behältnis rechts unten tummeln sich Frottée, Volumenvlies, Vlieseline und Co.

An einer anderen Stelle im Arbeits- respektive Schlafzimmer gibt's noch eine weitere Kiste mit den stabilen IKEA-Stoffen und passenden Uni-Stoffen dazu.

Auf den Kisten herrscht ein wildes Durcheinander von bereits zurechtgelegten Stoffen für kommende Projekte, oder abgelegter Ware aus gegenwärtigen Nähorgien oder erst kürzlich abgeschlossenen. Das wird dann irgendwann wieder einsortiert, wenn's dann doch zu unübersichtlich wird ... oder Platz hat in den Kisten. Denn eine weitere Kiste wird nicht "aufgemacht", das ist die eiserne Vorgabe meiner Selbst.

30.04.11

Lauter Premieren

• die beiden Chaoten können Radfahren! Seit vorgestern! Unsereins hat das im Durchschnitt zwei Jahre später gelernt als die laufenden Meter von heute. Die Übung auf dem Laufrad macht's möglich.

• die ersten Erdbeeren des Jahres. Aus Baden und schon sooooo süß! Lecker! Und der erste Spargel. Den gab's quasi als Vorspeise zu den Erdbeeren heute.

• das erste Mal im Jahr auf die Pflaumenbäume im Garten steigen und darin rumklettern.

• Nähen in Rekordzeit. Der drohende Wiedereinstieg ins Berufsleben wirkt motivierend. Ein neues Sommerkleid aus rotem Bioleinen für Fanny, ein Streifenshirt mit Ankerapplikation für beide, und eine lässige Sommerhose aus dem tollen "Oshkosh"-mäßigen Stoff von Stoff & Stil. Alle Schnitte aus der Ottobre.

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28.04.11

Auskosten!

Am kommenden Dienstag ist sie zu Ende, die Elternzeit. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ach nee, ehrlich gesagt, mit 1 1/2 weinenden Augen. Denn ich könnte gerne so weitermachen, wie es jetzt ist: ein kleiner aber feiner Nebenjob im Dienste der der evangelischen Kirche (das habe ich bisher hier geheim gehalten :-)), ein bis zwei freie Vormittage zum Nähen und genügend Zeit zum Kochen, Einkaufen, Putzen und was noch so zu erledigen ist. Das wird sich vermutlich ab nächster Woche ändern, das Nähen wird wohl in Zukunft an letzter Stelle kommen *seufz*.

Deshalb: wird hier genäht wie verrückt, um die freie Zeit so gut wie es geht auszukosten. Die Zeichen stehen auf "Schiff ahoi", aber so was von. Ein kleines WIP-Bild gibt's obendrauf:

18.04.11

Vorahnung

Samstag Abend wollte ich endlich ein neues Tuch für mich nähen. Aus einem eigens dafür gekauften Blumenstoff samt Bommelborte. 40 cm lang war der Stoff, und ich Cleverle durchschnitt das Stück einmal diagonal, um es dann an den breiten Seiten zu einem insgesamt 2.80 cm langen Stück zusammenzunähen. *StirnaufdieTischkantehau*. *mehrmals*. Denn nun hatte ich zwei dreieckige Stücke, die ich aber nur rechts auf links zusammennähen konnte, also von einer Tuchhälfte hätte man nur die linke Seite gesehen. Die Tochter sollte nun von diesem Denkfehler profitieren und ich fertigte ihr ein hübsches Sommertuch aus dem verschnittenen Stoff an:


Ich erwartete wie immer einen stolzen Blick in den Spiegel. Aber mit irritiertem Gesichtsausdruck à la "Was soll denn das sein?" zog die Tochter das neue Sommeraccessoire aus und meinte "Die Farbe von den Blumen ist nicht schön! Das gefällt mir nicht."

Ist das der Beginn? Oder der Anfang vom Ende, meine Nählust ungehindert an meinen Kindern austoben zu dürfen? *zitter*

Die folgenden sommerlichen Kleidungsstücke entstanden für den Sohn:







Der Hosenschnitt hat sich bereits letztes Jahr bewährt, das braune Exemplar war eine Schwangerschaftshose. Den Trägershirt-Schnitt habe ich von der Ottobre-Website. Und überhaupt bin ich von der Qualität der Stoff & Stil Jerseys sehr begeistert :-). Schön weich.

Mein Sohn neigt zur Zeit leider dazu, stets nach seinem "Basketball-T-Shirt" zu verlangen. Und das ist von Hasi & Mausi... Vielleicht sollte ich es für sehr lange Zeit im Wäschekorb verschwinden lassen ....

Eine schöne und sonnige Karwoche wünsche ich euch allen. Ich setze mich nun an die Nähmaschine. Die Sommerkollektion vervollständigen.

11.04.11

Hatschi!

Es blüht, es blüht. 

"Frühling lässt sein blaues Band wieder durch die Lüfte schweben. 
Süße wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land."
(Frei nach E. Mörike)

Und glücklicherweise gehöre ich nicht zu den Heuschnupfen-Geplagten, die zur Zeit am Liebsten nicht das Haus verlassen würden. Nein, wir haben fast das ganze Wochenende bei schönstem Frühlingswetter, auf unserer "Scholle" verbracht. Mit umgraben, hacken, UnWildkräuter jäten, Himbeeren setzen (ein erneuter und letzter Versuch nach dem letztjährigen Fiasko), Grassuppe mit Sandnockerln kochen, sonnen ... 

Viele unserer Obstbäume und Beerensträucher blühen und es herrscht bestes Bienenflugwetter! Das lässt hoffen, auf eine reiche Ernte an frühen Pflaumen und Johannisbeeren. Dieses Jahr könnten wir gerne wieder die Einweckgläser mit entsteinten Pflaumen füllen, nachdem im letzten Jahr die Pflaumenbäume überhaupt nicht getragen haben. Ich bin bereit und habe die Pflaumenflut von vorletztem Jahr verarbeitet bzw. verdrängt ;-).





05.04.11

Glücklicherweise...

... haben Kinder ab und zu regelrechte Wachstumsschübe. Denn dann kann man wieder loslegen und gehortete Stoffe endlich anschneiden und sich freuen, wenn aus einem drohenden UFO nach dem zweiten Mal Auftrennen schließlich doch etwas Vorzeigbares wird.



So geschehen mit dem neuen Sommerkleidchen für die Tochter. Als ich den Stoff entdeckte musste ich einfach zugreifen. Bis vor kurzem existierte die Farbe Orange kaum in unseren Kleiderschränken, aber plötzlich mag ich die Farbe. Das Blümchenmuster und die Farbgebung haben etwas von den Seventies. Den Schnitt habe ich von Hilco, ein Modell einer dort arbeitenden Dame. Eigentlich, so versprach man mir, geht das Raffen bzw. "Smoken" kinderleicht: einfach einen Gummifaden auf die Unterfadenrolle spulen, die Rolle einlegen und mit normalen Oberfaden nähen. Der Stoff sollte sich dann von selbst zusammenziehen. Pusteblume! Bei mir funktionierte das nicht. So habe ich den Gummifaden schließlich mit einem Zickzackstich auf den Stoff genäht, dabei den Gummifaden schon etwas gedehnt und zum Schluss alle Gummifäden stark zusammengezogen. Ist richtig schön geworden das Kleidchen. Ich freue mich schon auf den ersten Hochsommertag, wenn Fanny das neue Teil zum ersten Mal tragen wird.



Simons erstes T-Shirt für die neue Sommergarderobe ist auch fertig. Vielleicht bekommt er aus dem Walfischjersey von Stoff & Stil  noch ein Trägershirt. Mein Mann hat auch Interesse an einem Shirt aus dem gleichen Stoff für sich bekundet. Leider reicht die Stoffmenge dafür nicht mehr aus. (Vielleicht ein Grund mehr eine neue Bestellung aufzugeben ... ,-)).

30.03.11

Polyfanny

Viermal Fanny in ihrem neuen Mantel. Gefertigt nach dem Schnitt Polyanna. Sie mag das neue Kleidungsstück, obwohl es recht schwer ist. Ich habe mir viel Zeit dafür gelassen. Der Jeansstoff und der Jersey, mit dem der Mantel gefüttert ist, waren sagenhaft günstige Coupons vom Stoffmarkt. Die Einsätze an Kapuze und Taille sind aus einem meiner Lieblinsstoffe genäht. Bini von Frau Tulpe.

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Ein wenig Retro ist das neue Teil, finde ich. Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob es mich an die 70er oder 80er Jahre erinnert. Was meint ihr?

Danke auch für eure netten Kommentare zu meinem letzten Post. Inzwischen scheint diese schwere Zeit schon so weit weg zu sein. Weil das betroffene Kind wieder ganz das Alte ist, auch mit den "alten" Trotzanfällen ... heute erst wieder ... puh.

21.03.11

Auftauchen

Nach einer teils heftigen Zeit im Paralleluniversum Krankenhaus, leben wir uns nun seit 4 Tagen wieder ein. Als komplette Familie, in gewohntem Chaos zuhause und dankbar, dass Kind 2 die schwere OP samt darauf folgendem Aufenthalt auf der Intensiv- und Normalstation ohne Komplikationen, tapfer, kooperativ und hoffentlich ohne psychischen Knacks überstanden hat.

Kind 1 stand während der geschwisterlosen Zeit neben sich, wusste im Kindergarten und zuhause nichts mit sich selbst anzufangen. Nun blüht es merklich auf, seit alles wieder seinen gewohnten Lauf nimmt. Das habe ich so nicht erwartet, aber eigentlich ist dieses Verhalten nicht verwunderlich, weil es das eine Kind ja nie ohne das zweite gab.

Nun werden wir zwei weitere kindergartenlose Wochen verbringen, denn die Infektionsgefahr wäre für Kind 2 einfach zu groß. Manchmal bedarf es solcher schlimmen Erfahrungen, das eigene Kind intubiert, verkabelt und mit Schläuchen versehen daliegen zu sehen, um sehr viel mehr dankbarer zu sein. Dankbar für zwei anstrengende Kinder zuhause, dankbar für Gesundheit und dankbar in einem wohlhabenden Land zu leben, in dem eine medizinische Versorgung durch Spezialisten für alle gewährleistet ist ... ich frage mich  nur, wie lange noch.


Am Wochenende konnte ich nun doch alle schon lang geplanten Termine wahrnehmen, was ich noch eine Woche zuvor für unmöglich hielt. So verkauften wir auf einem Zwillingsbasar unseren Kinderwagen und viele, viele Kleider. Der Samstag endete bei einem schönen und lustigen Geburtstagsfest bei einer Freundin in der Nachbarschaft. Ja, und dann war da noch der Besuch des Stoffmarkts in Ludwigsburg. Gemeinsam mit einer ähnlich stoffsüchtigen Freundin. Sonntag nachmittags ging's dann noch bei blauem Himmel, Sonnenschein und beinahe milden Temperaturen in den Garten. Die Obstbäume stehen quasi in den Startlöchern. Bald wird alles blühen. Die eine meiner zwei Lieblingsjahreszeiten wir sehr, sehr bald beginnen.

Und nun mache ich mich daran den riesigen Berg an anstehenden Nähprojekten und Aufträgen abzuarbeiten.

22.02.11

Das 1-Stunde-Faschingskostüm

Wir befinden uns ja in der Endphase der fünften Jahreszeit. Gott sei Dank, denn dann ist's endlich vorbei. Ich bin bekennender Faschingsmuffel. Meinen Kindern möchte ich aber das Verkleiden und Faschingfeiern dadurch nicht vermiesen. Jedoch ignorierte ich bis gestern die Tatsache, dass die beiden Chaoten heute bei ihrer kleinen Freundin zu einer Faschingsparty eingeladen sind. Letzte Woche fragte ich jedoch vorsichtshalber als was sie denn im Fasching gehen wollen. "Als Handwerker" war die einhellige Antwort. "Aha, grmpf, nein ich kaufe jetzt keine Bauarbeiterhelme etc.", war mein Gedanke.

Ich schob also die konkrete Auseinandersetzung mit diesem Thema auf, bis mir gestern, als das trouble double mit seinen Kochmützen spielte (ein "giveaway" von einem Küchenstudio, bei dem sie in der Weihnachtszeit Plätzchen backen durften) ein Licht aufging. Bäcker! Jawohl, als Bäcker werden sie sich morgen verkleiden.

Heute morgen zwischen Einkaufen und Kochen wurde zuerst der Werbeaufdruck auf den Mützen übernäht, dann aus einem Stück weißer Popeline Halstücher gekettelt (erwähnte ich schon, dass ich meine Overlockmaschine liebe ...), schließlich erinnerte ich mich spontan an eine gestickte Brezel-Applikation, die sich in meinem Applikationsfundus befindet. Die wurde flugs auf ein weißes T-Shirt genäht. Und für Fanny gab's einen fix aus Restestoffen entworfenen Cupcake (vielen Dank an die Erfinder des Vliesofix :-)) auf ein anderes T-Shirt. Dauer der Aktion: 1 Stunde. Geschminkt haben sich die beiden teilweise selbst. Und sie waren sehr zufrieden.


Während der Nähaktion heute morgen, dachte ich immer wieder, wie cool es ist, so ein tolles Hobby zu haben.

18.02.11

Kleinkariert

...muss der Stoff für dieses Blüschen schon sein.

Nachdem Fanny der ersten Version dieser Bluse entwachsen ist, musste ich nochmals nachlegen, denn dieses Kleidungsstück gehört zu unseren Lieblingsklamotten. Drei Nummern größer als Bluse No. 1 und sehr viel mehr gelungener und schneller genäht, dank der genialen Overlockmaschine. Wie konnte ich nur ohne Ovi leben? Hier der Vergleich:

April 2010

Februar 2011

Fanny hat beim Nähen fleißig assisiert, hat Fäden abgeschnitten, Knöpfe ausgesucht und sortiert und folgte mit großer Geduld dem Herstellungsprozess. Die letzten zwei Wochen war das Mäuschen nicht im Kindergarten wegen einer Mittelohrentzündung und einer gleich darauf folgenden Grippe mit sehr hohem Fieber. Wir haben die Zeit vormittags zu zweit genossen. Wie entspannt es doch ist, mit nur einem Kind zuhause. Trotzdem fiebert Fanny dem Montag entgegen, denn dann gibt es ein Wiedersehen mit ihren Kindergarten-Freunden und ihren speziellen zwei Freundinnen.

12.02.11

12 von 12 (Februar 2011)

Tja ... nun also doch online. Das Kind und wir wurden am Donnerstag Nachmittag wieder von der Klinik nach Hause geschickt. Nachdem bereits alle Voruntersuchungen für die OP gemacht waren und der "Zugang" schon gelegt war. Der Grund: plötzliches hohes, sehr hohes Fieber. Nun heißt es abwarten. Dieses "Hü" und "Hott" zehrt wirklich an den Nerven. Trotzdem war der heutige Samstag schön, und wir genossen die gemeinsame Familienzeit.

morgens gekauft

mittags gekocht

vormittags gebaut

tagsüber gemessen

gebannt ...

... geschaut (hier entsteht unsere neue Wohnung) 

gespielt

im Garten gesandelt und ...

... gefreut (über sprießende Blümchen, die wir letzen Herbst gepflanzt haben) 

Verblühtes eingepflanzt

nachmittags geschlafen 

genüsslich getrunken

Recht unspektakulär war unser Samstag heute. Aber das ist uns mehr als recht! 

Wer noch alles mitgemacht hat, ist hier aufgelistet.

01.02.11

Das Möff und ich: eine unerfüllte Liebe


Ich gebe es zu: ich liebe das Möff. Es ist das liebenswerteste Stickmonster auf der ganzen Welt. Nun wollte ich diese bisher eher geheime Liebe, in die nur wenige Personen eingeweiht waren, öffentlich machen. Ein großartiges Outing stellte ich mir vor, mit viel Applaus und wohlwollenden Blicken, die das junge Glück begleiten sollten.

Das Möff und ich machten einen Ausflug zum Lieblingsstoffdealer und wir trafen eine Stoffauswahl, die exakt auf Teint und Kleidung meines Angebeteten abgestimmt wurde. Die Stoffe sollten ihm schmeicheln, und, nicht zu vergessen, auch mir.


Ich verliebtes Huhn konnte es kaum erwarten ein Shirt zu nähen auf dessen Brustbereich, ganz nahe am Herzen, das Möff seinen zukünftigen Platz finden sollte.

Nach Fertigstellung desselben, streifte ich es über, platzierte uns vor dem Spiegel und drückte das Monster probeweise an meine Brust. Es sah lächerlich aus, echt jetzt. Ich bin definitiv an dieser Stelle zu gut ausgestattet und viel zu alt für solche Mätzchen .... *schluchz* ... ich hatte mir doch alles so schön und perfekt vorgestellt. Das Möff und ich, wir lieben uns, aber wir können einfach nicht zusammen kommen.

Fortsetzung folgt.

Aber es gibt auch Trostvolleres zu berichten. Gestern Abend nähte ich ein neues Shirt für meinen kleinen Spinner. Sehr süß dieser Igelchen-Stoff von Hilco, nicht wahr?


Den Stoff habe ich bereits in der beigen Popeline-Version für die Babydecke benutzt. Ich liebe die Farbgebung dieser Ware.

Heute kam ein weiteres zuckersüßes Streichelstöffchen ins Haus geflattert, mit vielen, vielen Erdbeeren, von Riley Blake. Ich weiß auch schon was ich daraus nähen werde :-).