03.06.11

Ische abe fertig!


Endlich habe ich es geschafft, mal wieder ein Buch zu lesen. "Nachtzug nach Lissabon" stand schon lange ungelesen und mahnend in unserem Bücherregal. Gekauft habe ich es, als es ganz oben in den Bestsellerlisten stand. Also vor etwa 4 Jahren. Das Buchthema Mai/Juni bei "Die lesende Minderheit" hat nun den endgültigen Anstoß gegeben, endlich anzufangen.

Am Anfang fand ich's zäh, die Erzählung nahm dann irgendwann an Fahrt auf, um schließlich wieder etwas fad zu enden. Interessant fand ich die Geschichten rund um den Widerstand gegen das faschistische Regime Portugals. Und an Büchern mag ich auch sehr, bereits besuchte Städte, deren Straßen und Viertel wieder vor dem geistigen Auge vorbeiziehen lassen zu können. Das Alfama-Viertel, Bélem und Coimbra ... alles Orte, die ich schon besucht habe, und sehr mochte. Anstrengend zu lesen waren die Essays einer der beiden Hauptpersonen des Buches, es gab also ein "Buch im Buch". Gut dargestellt, war jedoch die innere Zerrissenheit eben dieser Hauptperson namens Prado, der zeitlebens unter den Erwartungen seiner Familie an ihn litt.

Vom Hocker gerissen hat's mich nicht. Ich würde "Nachtzug nach Lissabon" nicht weiterempfehlen.

1 Kommentar:

  1. Ich konnte den "Hype" um dieses Buch auch nie verstehen. Freiwillig habe ich es nicht gelesen, sondern geschenkt bekommen. Ja, es war ganz nett, nicht toll, aber auch nicht richtig schlecht ... Leider kenne ich Lissabon nicht, sonst hätte ich es wohl besser gefunden. Kennst Du "Lissabonner Requiem"? Das fand ich toll!

    Liebe Grüße,
    Nicole

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