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24.10.10

Unser heutiges Thema: Türme

Unser Sohn ist ein Turmfanatiker. Ganz besonders angetan haben es ihm der Stuttgarter Fernsehturm, der Rossbergturm (dazu später mehr), der auf dem Titel einer unserer Fotobände abgebildet ist, und alle Kirchtürme. Seine Begeisterung geht sogar soweit, dass er unbedingt in einem Kirchturm übernachten möchte. Das ist zur Zeit ein typisches Bild bei uns:


Und den Stuttgarter Fernsehturm haben wir letzte Woche bei traumhaft schönem Herbstwetter besichtigt. Sobald wir oben waren, wollte Simon aber wieder runter. Und als wir unten waren, wollte er sofort wieder hochfahren ... soviel zu Simons Weitsicht.



Damit war aber noch lange nicht Simons Wunsch erfüllt, in einem Turm zu schlafen. Das haben wir dieses Wochenende gemacht: wir haben zweimal im Rossberg-Turm auf der Schwäbischen Alb übernachtet. Es war rustikal, sehr rustikal, denn wir konnten nur noch ein Turmzimmer mit drei Stockbetten ergattern. Und darin war Platz Mangelware. Zum Klo und den Waschräumen mussten wir jedes Mal ins Haus hinuntersteigen. Aber die Kinder und die Erwachsenen fanden es trotzdem großartig.


Dort wo das Fenster offen ist, haben wir gewohnt.

Gestern waren wir sogar wandern. Ohne Kinder ist die Tour schweißtreibend. Mit einem oder zwei Kindern auf der Schulter (letzteres hat mein Mann praktiziert) ist die Strecke eigentlich nicht zu empfehlen. Die Kinder wollten gestern kaum laufen und so mussten wir sie eigentlich die ganze Zeit über tragen. Heute habe ich einen Mörder-Muskelkater, aber es war trotzdem ein schönes Erlebnis.



Wir kommen ganz bestimmt wieder!


17.08.09

Trotz und Spiele

Wir hatten hier eben den ersten wirklich ausgeprägten Trotzanfall. Ich bin völlig erledigt. Simon hat sage und schreibe 1 Stunde lang geweint und getobt, denn er wollte statt Mittagessen wieder seine Schuhe anziehen und nach draußen gehen (nur war er draußen auch schon sehr unzufrieden mit der Gesamtsituation...). Er ließ sich nicht auf den Arm nehmen und trösten, mein Angebot gemeinsam ein Buch anzuschauen blieb unbeachtet, nein, Simon trotzte, schmiss sich auf den Boden, versuchte mich in Richtung Tür zu drängen (eigentlich ja süß) und weinte jämmerlich. Da half nur noch ignorieren. Fanny und ich aßen zu Mittag und lasen danach ein Buch. Irgendwann war Simon schließlich einverstanden mit meinen Trostversuchen und beruhigte sich. Als ich fragte, ob er denn nun was essen und trinken wolle, brachte die fürsorgliche Fanny Simons Schüsselchen und Becher vom Tisch  ♥ ♥ ♥ – ist das nicht rührend? Beide schlafen nun friedlich und ich frage mich, ob ich Simon auf irgend eine Art und Weise früher hätte beruhigen können. Ich fühlte mich doch sehr hilflos. Für Ratschläge von erfahrenen Müttern wäre ich sehr dankbar.

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Gestern war ich Zuschauerin bei einem mit "Hochkarätern" besetzten Handballturnier. Trotz hochsommerlich-herrlichem Wetter war die Halle gut gefüllt. Es war mal wieder toll nach langer, langer Zeit ein Handballspiel live zu erleben und gemeinsam mit meiner Mutter über Spieler, Spielzüge und natürlich das Aussehen der Spieler (da sind wir ganz und gar Chauvinetten) fachzusimpeln. Gleichzeitig wurde mir auch schlagartig bewusst, dass ich echt alt bin. Mir fiel das beinahe jugendliche Alter der Spieler auf und vor gar nicht allzu langer Zeit bin ich ebenso übers Spielfeld gesprintet und gehechtet wie die jungen Hüpfer gestern. Zwar eher basketball-technisch, aber eben auch sehr ehrgeizig und kampferprobt. Diese Zeit ist ENDGÜLTIG vorbei. In meiner derzeitigen, desolaten körperlichen Verfassung würde ich wohl bereits nach einem Liniensprint, falls ich es dann doch noch schaffen würde mich aus der liegenden Position in die Aufrechte zu begeben, bevor die anderen schon wieder im Ziel sind, atemlos zusammenbrechen. Also dann doch lieber Hallen-Halma ...

niko
Nikola Kar.abat.ic – der wohl beste Handballer der Welt