17.06.11
Total beknackt!
Nachdem sich auf meinem Oberkörper ein fieser Ausschlag samt noch fieserem Juckreiz breit gemacht hat, entschloss ich mich schließlich einen Dottore aufzusuchen. Sein Verdacht: ich wurde Opfer einer Grasmilben-Attacke, auf die ich wohl eine ausgeprägte allergische Reaktion zeige. Für diese Art von Allergie gibt es sogar einen Fachbegriff: die Stuttgarter Krankheit. Da bleibt mir glatt die Spucke weg.
Die Grasmilbenstiche habe ich mir mit großer Wahrscheinlichkeit in unserem Garten geholt ... entweder ich meide nun unser Stückle oder begebe mich nur noch mit Gummistiefeln und abgeklebten Langarmshirts dort hin. Das ist soooo besch#####!
Recherchen im Internet ergaben, dass Grasmilben eine trockene Witterung schätzen, sich aber durch häufigen Grasschnitt gestört fühlen. Punkt 1 hatten wir ja zur Genüge, Punkt 2 tun wir nicht.
Morgen wollen wir einen Ausflug auf die Schwäbische Alb unternehmen. Ich starte damit quasi einen Versuchsballon ... ich möchte mir einfach nicht das Draußensein verbieten lassen von diesen blöden Viechern.
11.04.11
Hatschi!
05.09.10
Äpfel
11.07.10
Zwischenbilanz
- von den zwölf im April gepflanzten Himbeerstöcken haben ganze fünf überlebt. Die anderen Pflänzlein wurden – laut Diagnose des örtlichen Gartengurus – von einer gemeinen Pilzkrankheit dahingerafft. Von den fünf lebenden Himbeerpflnazen zeigen zwei auch schon wieder Anzeichen eines Absterbens, trotz Behandlung mit einem Anti-Pilzmittel.
- mittlerweile haben wir ca. zwei Kilo Jostabeeren und ca. acht Kilo Rote Johannisbeeren geerntet. Ein Teil wurde zu leckerem Gelee verkocht, ein weiterer Teil wurde zum Obstquark verarbeitet und der Rest wartet darauf im Tiefkühler zu landen. Die Sträucher werden auch kommende Woche noch einiges hergeben.
- eine einzige Zucchini-Pflanze hat den heimtückischen Schneckenangriff überlebt. Sie trägt bereits Mini-Zucchinis. Die Hokkaidos und die andere Zucchini sind Vergangenheit. Mistviecher blöde!
- unsere Nachbarn haben dieses Jahr Laufenten-Nachwuchs bekommen. Aufgrund des Schneckenfiaskos in unserem grünen Paradies, spielte ich tatsächlich mit dem Gedanken ein, zwei solcher putzigen Schneckenvernichtungskreaturen zu halten. Nur: wohin mit den Enten bei eisigem Frost? Und: haben wir tatsächlich Lust darauf im Garten ständig auf Entenköttel zu treten und unsere Kinder zu ermahnen, das Spielen mit diesem Unrat sein zu lassen? Nein, definitiv nicht. Kommende Saison werden wir es mit Zinkwannen und "ökologisch korrektem" Schneckenkorn auf Eisenoxid (?), -sulfid (?) oder -whatever Basis zu versuchen.
- dieses Jahr werden wir vor einer Zwetschgenflut verschont bleiben. Die Bäume tragen äußerst spärlich. Halleluja!
- nachdem die Blütenansätze der Tomaten abfielen und sich keine Früchte entwickelten, holte ich zum wiederholten Mal Rat beim – siehe oben – ein. Er empfahl uns die Pflanzen zu düngen, denn das Abfallen der Blüten sei das Anzeichen eines Mineralstoffmangels. Ich bin ja immer noch der Meinung, dass es sich um eine fehlende Befruchtung handelte, weil sich zu wenig Bienen ins Gewächshaus verirrten und der Wind auch nicht sein Werk vollbringen konnte. Nach zwei Gaben Dünger und täglichem sachtem Schütteln der Pflanzen, haben sie ihre Wuchshöhe um ca. das dreifache vervielfacht und es gibt viele kleine, grüne Tomaten. Juchhee!
- der Pfirsich- und der Apfelbaum versprechen eine große Ernte. Nachbars Quittenbaum sieht auch nicht schlecht aus :-).
- die neu gepflanzten Apfel- und Kirschbäume sowie der Sommerflieder entwickeln sich prächtig. Die ersten zwei Kirschen konnten wir bereits ernten, die Apfelbäume müssen wiederholt mit einem Anti-Läusemittel gespritzt werden, und der Sommerflieder hat heute begonnen zu blühen.
27.05.10
Mission completed
Letzten Sonntag konnten wir endlich das Kapitel "Wir bauen ein Gewächshaus" abschließen. Nachdem uns das Wetter wochenlang einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, und wir das Projekt Tomatenanbau gedanklich bereits ins nächste Jahr verschoben hatten, haben wir es doch noch rechtzeitig geschafft: das Gewächshaus steht bombensicher und darin haben wir zehn Pflanzen Cocktailtomaten, vier Pflanzen Flaschentomaten und eine fälschlicherweise eingekaufte komische grün-rote Sorte untergebracht. Außerhalb des Gewächshauses haben wir es noch einmal, trotz der letztjährigen Schneckenattacke, mit Hokkaido und Zucchini versucht. Die Pflänzlein sind generalstabsmäßig durch unzählige Bier-Schneckenfallen vor den blöden Viechern abgeschottet worden. Bis jetzt hat diese Technik der Schneckenabwehr funktioniert. Wir bleiben am Ball.
Den Pfingstmontag haben wir dann zum ersten Mal in unserer Kleingärtnerkarriere klassisch mit Grillen und Matschen verbracht. Die Grillausstattung lässt in stilistischer Hinsicht noch zu wünschen übrig, aber auch das werden wir noch perfektionieren ;-).
09.05.10
Muttertag war gestern
Auf die Frage meines Mannes, was ich mir denn von den Kindern zum Muttertag wünsche, antwortete ich: "Einen Flieder, am besten einen Sommerflieder, sofern der jetzt pflanzbar ist. Und den sollen wir gemeinsam in unserem (Riesen)garten einpflanzen". "Sie wünschen wir spielen", dachte sich wohl mein Mann, besorgte gestern als Muttern im Nähkurs fluchte, gemeinsam mit Fanny und Simon einen Fliederbusch und transportierte ihn mittels Fahrradanhänger sofort in den Garten.
Gestern waren wir dann lange Zeit beschäftigt den optimalen Standort zu bestimmen, denn sonnig muss das Gewächs stehen. Jetzt steht er direkt neben dem Eingang und wir hoffen auf ein gutes Gedeihen und viele Schmetterlinge.
Das war gestern, heute gab's dann nichts mehr zum Muttertag. Auch recht. Ein Bild des blühenden Flieders reiche ich im Spätsommer nach :-).
02.05.10
Erste Ernte
Heute Morgen war es soweit: den ersten Rhabarber der Saison habe ich geerntet, die Ernteperiode kann man also für eröffnet erklären. Die Pfingstrosen stehen auch schon in den Startlöchern und das Gras hat einen gewaltigen Schuss in die Länge gemacht. Aus dem ersten Rhabarber haben die beiden Spinner (eigentlich nur der Spinner, denn die Spinnerin hat lediglich beim Abschlecken geholfen) und ich den ersten Easy-peasy Kuchen des Frühjahrs gebacken.
Man nehme
3 Stangen Rhabarber, schneide sie in kleine Stücke und zuckere sie je nach eigener Säuretoleranz
250 g Butter
4 Eier
200 g Zucker
250 g Mehl (ich nehme seit neuestem 100 gweißes Mehl und 150 g Vollkornmehl)
1 P Backpulver
Man verrühre alles nach und nach und miteinander, fülle den Teig in eine Springform und leere den Rhabarber darauf. Noch leckerer wird der Kuchen, wenn man ihn mit Mandelsplittern und Vanillezucker bestreut. Dann ab in den Ofen, mittlere Schiene, und bei Oberhitze bei 190 °C ca. 45-55 min backen.
Sahne muss sein! 'N Gutn!
30.04.10
Niemals ...
... hätte ich gedacht, sehnsuchtsvoll auf einen ausgiebigen Landregen zu warten. Seit beinahe drei Wochen hat es nicht mehr geregnet, aber unsere neu gepflanzten Bäume und Himbeeren und alle Vegetation brauchen die Feuchtigkeit dringend. Es staubt gewaltig auf Feld und Flur und ich bin sehr zufrieden, dass der kräftige Wind aus Windrichtung West und die dunklen Wolken den bevorstehenden Regen ankündigen. Soviel zum Dasein als Gärtnerin :-). Dafür nehme ich auch gerne nasse Klamotten beim Abholen der Kinder mit dem Fahrrad in Kauf).
21.03.10
Winterschnitt
Heute haben wir unseren ersten Gartentag im neuen Jahr gehabt. Einige unserer Obstbäume, die wohl schon jahrelang nicht mehr gepflegt wurden, haben heute ihren Winterschnitt erhalten. (Ja, meine Damen, beim Winter- bzw. Sommerschnitt handelt es sich nicht um einen peppigen neuen Haarschnitt beim Friseur Ihres Vertrauens;-)). Außerdem pflanzten wir einen neuen Baum für Fanny, einen Baum der Sorte "Holsteiner Splitapfel". Simons Baum muss noch ein Weilchen warten bis wir Platz für ihn geschaffen haben. Das für das Gewächshaus vorgesehene Beet wurde grob umgegraben. Nun müssen die Schollen etwas austrocknen bis wir sie feiner hacken können. Und einen Platz für die neu zu pflanzenden Himbeeren haben wir auch auserkoren. Nur müssen wir auch dieses Beet noch anlegen. Es gibt viel zu tun, aber der erste Gartentag der Saison hat allen sehr viel Spaß gemacht und wir freuen uns auf viele weitere Stunden auf unserem Stückle.
06.09.09
Rêve de pêche

Aus dem Pfirsichtraum ist tatsächlich Realität geworden: heute haben wir den ersten Pfirsich geerntet und vor Ort verspeißt. Er war schon weich, hatte eine pelzige Haut und weißes Fruchtfleisch und schmeckte köstlich. Wir sind immer noch ganz aus dem Häuschen eigene Pfirsiche zu haben. Das ist für uns ein Sensation. Zwetschgen und die ersten Äpfel wanderten auch noch ins Sackerl. Ach ja, der Zwetschgen(alp)traum findet seine Fortsetzung: der Baum hängt so voll, voller geht gar nicht. Bedeutet: Entsteinen, Marmelade kochen, einkochen, ruinierte Fingernägel beklagen.

26.07.09
Was wir so alles gemacht haben
Auch ich erlaube mir Frau Antonmanns Überschrift zu "klauen", um euch zu zeigen mit welchen Dingen wir in den letzten zwei Tagen beschäftigt waren. Am Freitag bauten diese drei Männer unser neues Gartenhäuschen auf ...

... wobei der Herr im Vordergrund eher mehr den Part des Zuschauers übernahm, als dass er wirklich mit anpacken konnte. So sieht es aus unser neues Häusle, ...


... wobei wir unserem lieben Nachbarn M. zu großem Dank verpflichtet sind, denn ohne seine tatkräftige Hilfe wäre das Bauwerk sicher nicht so schnell fertig geworden. Auf dem Heimweg vom Stückle haben wir gemeinsam mit meiner Mutter einen Zwischenstopp bei dem hochinteressanten Fendt-Traktor und den beiden Anhängern eingelegt. Seit Tagen wurden sie von Fanny und Simon aus der Ferne bewundert. Höchste Zeit also die Gefährte doch etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

Fanny war ganz angetan von unserem kleinen Ausflug:

Gestern nachmittag waren wir wieder in unserem Gärtle, und haben gemeinsam mit Freunden einen Großteil der bereits reifen Frühzwetschgen geerntet. Die drei Zwetschgenbäume hingen pratzelvoll. Nachdem Nachbarn und Freunde mit Zwetschgen versorgt wurden, musste ich zusehen wie ich den immer noch riesigen Berg an Früchten etwas dezimieren konnte. Das ist das Ergebnis ...

... und blöderweise habe ich gestern vergessen Gelierzucker zu kaufen, deshalb lagern hier immer noch einige Kilos unverarbeiteter Zwetschgen, die voraussichtlich morgen Abend zu noch mehr Marmelade verkocht werden.
11.07.09
21.06.09
Heute in unserem Gärtchen...
... musste ich, wie jedes Mal, zuerst einen Rundgang machen. Sehen wie groß und reif die Äpfel, Pfirsiche, Zwetschgen, Walnüsse, Aprikosen, Stachelbeeren und Träuble geworden sind. Die Träuble sind überreif. Heute haben wir ca. 1/10 der Träubles-Ernte eingefahren und uns heute Abend daraus einen leckeren Quark gemacht. Besonders freue ich mich darauf den ersten Pfirsich zu ernten.








16.05.09
Neues aus dem Gärtchen
Unser "neues" Gärtchen macht uns sehr viel Freude, aber auch Arbeit. Diese unsere "Scholle" als Gärtchen zu bezeichnen ist leicht untertrieben, denn sie ist knapp 7 ar groß. Laufend machen wir neue Entdeckungen. So stellte sich der in den Boden eingelassene Traktorreifen von nahem betrachtet als obere Begrenzung eines Brunnens heraus. Von außerhalb des Grundstücks betrachtet dachten wir es sei ein Sandkasten. Vor kurzem entdeckten wir mit Erde zugeschüttete Metallstreben. Und dann taucht immer mal wieder ein obskures Stück "Müll" auf, und wir fragen uns langsam, was der Vorpächter mit diesem Grundstück vorhatte. Nun ist es "unseres" und wir haben noch sehr, sehr viel Arbeit vor uns. Immerhin haben wir bereits das Wasserloch zugedeckt, sprießenden Brombeertrieben (ca. 80-100 Stück) den Garaus gemacht, eine Sandkiste samt Sand installiert und das erste Stück Acker unter den Pflug genommen. Morgen pflanzen wir Zucchini und Hokkaido und die Kinder mögen den Garten auch. Im Juni wartet dann die nächste Herausforderung auf uns: wir errichten ein Gartenhäuschen. Ich habe schon zu meinem Mann gesagt, dass er bitte dafür ein paar Tage Urlaub einreichen soll ...
Heute habe ich uns ein paar dunkelrote Pfingstrosen mit nach Hause genommen. Ich liebe Pfingstrosen. Das hat er ausnahmsweise gut gemacht, unser Vorgänger.





















