11.07.10

Zwischenbilanz



  • von den zwölf im April gepflanzten Himbeerstöcken haben ganze fünf überlebt. Die anderen Pflänzlein wurden – laut Diagnose des örtlichen Gartengurus – von einer gemeinen Pilzkrankheit dahingerafft. Von den fünf lebenden Himbeerpflnazen zeigen zwei auch schon wieder Anzeichen eines Absterbens, trotz Behandlung mit einem Anti-Pilzmittel.
  • mittlerweile haben wir ca. zwei Kilo Jostabeeren und ca. acht Kilo Rote Johannisbeeren geerntet. Ein Teil wurde zu leckerem Gelee verkocht, ein weiterer Teil wurde zum Obstquark verarbeitet und der Rest wartet darauf im Tiefkühler zu landen. Die Sträucher werden auch kommende Woche noch einiges hergeben.
  • eine einzige Zucchini-Pflanze hat den heimtückischen Schneckenangriff überlebt. Sie trägt bereits Mini-Zucchinis. Die Hokkaidos und die andere Zucchini sind Vergangenheit. Mistviecher blöde!
  • unsere Nachbarn haben dieses Jahr Laufenten-Nachwuchs bekommen. Aufgrund des Schneckenfiaskos in unserem grünen Paradies, spielte ich tatsächlich mit dem Gedanken ein, zwei solcher putzigen Schneckenvernichtungskreaturen zu halten. Nur: wohin mit den Enten bei eisigem Frost? Und: haben wir tatsächlich Lust darauf im Garten ständig auf Entenköttel zu treten und unsere Kinder zu ermahnen, das Spielen mit diesem Unrat sein zu lassen? Nein, definitiv nicht. Kommende  Saison werden wir es mit Zinkwannen und "ökologisch korrektem" Schneckenkorn auf Eisenoxid (?), -sulfid (?) oder -whatever Basis zu versuchen.
  • dieses Jahr werden wir vor einer Zwetschgenflut verschont bleiben. Die Bäume tragen äußerst spärlich. Halleluja!
  • nachdem die Blütenansätze der Tomaten abfielen und sich keine Früchte entwickelten, holte ich zum wiederholten Mal Rat beim – siehe oben – ein. Er empfahl uns die Pflanzen zu düngen, denn das Abfallen der Blüten sei das Anzeichen eines Mineralstoffmangels. Ich bin ja immer noch der Meinung, dass es sich um eine fehlende Befruchtung handelte, weil sich zu wenig Bienen ins Gewächshaus verirrten und der Wind auch nicht sein Werk vollbringen konnte. Nach zwei Gaben Dünger und täglichem sachtem Schütteln der Pflanzen, haben sie ihre Wuchshöhe um ca. das dreifache vervielfacht und es gibt viele kleine, grüne Tomaten. Juchhee!
  • der Pfirsich- und der Apfelbaum versprechen eine große Ernte. Nachbars Quittenbaum sieht auch nicht schlecht aus :-).
  • die neu gepflanzten Apfel- und Kirschbäume sowie der Sommerflieder entwickeln sich prächtig. Die ersten zwei Kirschen konnten wir bereits ernten, die Apfelbäume müssen wiederholt mit einem Anti-Läusemittel gespritzt werden, und der Sommerflieder hat heute begonnen zu blühen.

4 Kommentare:

  1. Hach, so ein Garten ist schon was Feines, gell?! Ich habs ja auch eher mit den Nutzpflanzen als mit den Blümchen.

    Zu Eurem Schneckenproblem: hm, ich hab meine Pflanzen mit Schneckenkorn geschützt. Enten wären natürlich der Bringer. Ich würde mir dringend Hühner wünschen, um endlich einmal die Kirschen unserer beiden Riesenbäume wurmfrei zu bekommen. Und natürlich der Eier wegen. Aber aus den selben Gründen, die Du genannt hast, ist mein Mann strikt dagegen ... schade!

    Mit den Zwetschgen siehts bei uns heuer auch eher mau aus.

    Christel

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  2. Acht Kilo Johannisbeeren? Wow. An unserem einzigen Strauch habe ich nur grüne Beeren sichten können, die dann von einer Tochter und den Vögeln vernichtet wurden, bevor sie reifen konnten ...

    Letztes Jahr konnten wir erstmals von unseren Kirsch- und Apfelbäumen ernten, die Kirschen wurden sonst immer von den Vögeln vorher weggepickt und von dem Apfelbaum wussten wir nicht einmal, dass wir ihn haben ... Dass wir von den Kirschen in diesem Jahr etwas werden ernten könne, glaube ich auch nicht.

    Wir haben auch einen kümmerlichen Himbeerstrauch, bisherige Ernte in drei Jahren: zwei Beeren ;-) Die Heidelbeerpflanzen sind sofort eingegangen.

    Dafür werden wir immerhin bald Gurken und Tomaten ernten können, für alles weitere haben wir das Aussäen oder Pflanzen verpasst (eigentlich hätten wir gern noch Erdbeeren und Kürbis gehabt).

    Ich bewundere ja Euren Fleiß im Garten und Verabreiten der Ernte, ich kann dem leider gar nichts abgewinnen und ärgere mich jedes Jahr im Frühjahr wieder, dass wir einen so verdammt großen Garten haben, aber leider keinen Gärtner, der ihn uns schön macht, denn wir sind beide absolute Nicht-Gärtner.

    Liebe Grüße in den heißen Süden,
    Sielja

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  3. Darf ich mal fragen, warum die Tomaten geschüttelt werden??

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  4. @ Simone:
    Im Gewächshaus besteht die Gefahr, dass die Blüten nicht befruchtet werden, weil es windstill ist und Bienchen fehlen. durch das Schütteln imitiert man den Wind, hilft praktisch nach bei der Befruchtung. Alles klar?

    LG
    Barbara

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