20.07.13

Schon wieder in England, ...

... genauer am südwestlichsten Zipfel der britischen Insel, von dem die Menschen einst annahmen, es sei das Ende der Welt, haben wir auch dieses Jahr wieder unseren Sommerurlaub verbracht. Wieder am gleichen Ort in Cornwall, an der wilden Nordküste ganz in der Nähe des Hafenortes Padstow, in der gleichen kleinen Ferienwohnung, auf die wir uns schon wieder wie Bolle, trotz der schlechten Betten, gefreut hatten. 


Dieses Jahr waren wir früher dran, das Gras stand hoch und noch nicht abgemäht, viele Blumen blühten noch, deren Blütenpracht wir letztes Jahr nicht zu sehen bekamen. Weil wir in der Vorsaison unterwegs waren, hatten wir den Strand vor unserer Haustüre oft fast für uns alleine.


Am ersten Tag in Porthcothan war es noch recht kühl, eigentlich kein Strandwetter, aber wir mussten unseren ersten Urlaubstag einfach in der Bucht verbringen, von der wir uns letztes Jahr tränenreich verabschiedet hatten. Wir glaubten eigentlich nicht so schnell wieder hierher zu kommen.


Hohe Wellen gab es noch zu Beginn unseres Urlaubs, die Wassertemperatur betrug laut Coastal Guard eisige 14 Grad Celsius. Anstatt uns in die Fluten zu stürzen, vergnügten wir uns damit, Seifenblasen zu pusten und sehr tiefe und große Löcher zu buddeln.


Abends machten wir gerne noch einen Spaziergang auf dem Küstenpfad, der an unserem Haus vorbeiführt.


Auf einen Besuch des viel gepriesenen Küstenortes St. Ives verzichteten wir letztes Jahr, weil wir nicht von den Menschenmassen durch die Gassen geschoben werden wollten. Dank der diesjährigen Vorsaison konnten wir dieses malerische Städtchen in vollen Zügen genießen. Wir unternahmen eine kleine Schiffstour auf den offenen Ozean, und verteidigten unser Eis und die Fish & Chips vor den ziemlich aggressiven Möwen, die einem schon mal die Eistüte aus der Hand klauen ...


Bühende Mallow Maritima vor Hafenkulisse in St. Ives.




Wer meint die englische Küche hat nichts Gutes zu bieten, liegt falsch. Ich liebe ja die gerne zum Tee gereichten Scones und die für Cornwall typischen Pasties.


Mein Mann interessiert sich sehr Zeugnisse aus prähistorischer Zeit. Deshalb mussten wir dieses Jahr unbedingt in den Bodmin Moor, wo nicht nur ein eindrucksvoller Steinkreis bestehend aus zahlreichen Menhiren, die auch ein tolles Versteck vor fotografierwütigen Müttern sind, zu bewundern ist ...


... sondern auch tatsächlich wilde Pferde. Da spaziert man dann plötzlich durch eine Herde glücklicher, wilder Ponies, und ist ganz aus dem Häuschen. Weil man damit ja nun überhaupt nicht gerechnet hatte. Wow! Vor allem für die Pferde-närrische Tochter war das ein Erlebnis erster Klasse.


Für die Geologin in mir hatte das Bodmin Moor außerdem noch ein paar verwitterte Granitfelsen zu bieten, die wir genauer inspiziert ... äh ... erklettert haben. Der Tag im Moor weitab von der Küste war einer der Besten. Es gab dort so viel zu entdecken. Das Dorf St. Neot und überall in den Himmel ragende Kamine, als Zeugnisse stillgelegter Zinnminen und die typische Hochmoorvegetation und, und, und.



Ab dem fünften Urlaubstag kamen wir dann in den Genuss des Hochs über der Biskaya. Auf einer Wetterkarte in der Zeitung konnten wir sehen, dass Cornwall genau im Zentrum des Schönwetter-gebiets lag. Was für ein Glück! Eigentlich hatten wir uns auf eher durchwachsenes Wetter eingestellt, aber wir erlebten genau das Gegenteil. So verbrachten wir recht viel Zeit in "unserer" Bucht. Bauten Staudämme, surften mit dem Bodyboard (was am Ende wegen der Flaute überhaupt nicht mehr ging), oder schwammen im untypisch ruhigen Meer (mit immer noch kernigen 15 Grad Wassertemperatur). Lesen ging auch gut. Entspannung pur, am weltschönsten Strand. Bei ca. 28 Grad.




Irgendwann wird's auch am tollsten Strand langweilig und so mieteten wir uns in Padstow Fahrräder und traten auf dem Camel Trail in die Pedale. Camel, so heißt der Fluß, der bei Padstow in den Atlantik mündet, und entlang dieses Flusses radelten wir also bis kurz vor Bodmin. Teils durch schattige Wälder, was uns wegen der Hitze (!) und Windstille (!!) in Cornwall (!!!) gerade recht kam.


Gerade recht kam uns auch ein nettes Ausflugslokal, in dem wir uns vor dem Rückweg mit dem nebenan gekelterten Weißwein (dort gab es tatsächlich einen Weinberg) stärkten. Wir waren so neugierig auf die Qualität des Weins, dass wir auch den stolzen Preis dafür in Kauf nahmen. Der Weißwein schmeckte ... nicht gut. Aber das Lokal war spitze.


Und dann mussten wir noch ein zweites Mal nach St. Ives, wir Armen. Denn wir wollten uns den Ghost Walk nicht entgehen lassen, der dort jeden Mittwoch um 21.30 Uhr stattfindet. Auf einem Spaziergang durch die nachtdunkle Stadt und den gruseligen Friedhof hoch über dem Meer, erfuhren wir u.a. von Schmugglern und bei lebendigem Leib begrabenen Räubern und wir wissen nun, dass der Horrorfilm "The fog", auf einem an der Küste vor St. Ives geschehenen Ereignis basiert. 


Manchmal erschienen vor unserer Bucht auch schöne Segelschiffe.


Auch Quallen wurden von der Flut an Land gespült. Mein Sohn verpasste einem Exemplar sogar einen Sonnenschutz. Das Käppi-Inlet wurde neben der Qualle an den Strand gespült.


Hach, ich glaube wir kommen wieder. Trotz schlechter Betten.

05.05.13

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Tagebuch-Bloggen am 5. Mai 2013

Heute morgen wachten wir vier in der Jugendherberge Erpfingen auf der Schwäbischen Alb auf. Der zweite Tag des schon beinahe zur Institution gewordenen gemeinsamen Maiwochenendes einiger Familien und Alumni-Familien aus unserer Kindergartengruppe, brach an. Nach einer kurzen Nacht. Denn die Kinder durften bis weit in die Dunkelheit hinein draußen sein, die Eltern schauten etwas zu tief und zu lange ins Weinglas (autsch...). Frühstück um 7.30 Uhr (umpf), war aber lecker, und nach drei Tassen Milchkaffe war ich wieder einigermaßen "auf dem Dampfer".

Der Vormittag lässt sich wie folgt zusammenfassen: maximaler Spaß für Kinder + Eltern (weil viele andere Kinder anwesend, viele entspannte Erwachsene mit viel Zeit für die Kinder, viele Bewegungsangebote mit Fußball, Basketball, Frisbee, Tischtennis, etc, und SONNENSCHEIN). Nach entspanntem Vormittagsprogramm dann Mittagessen und anschließendes Gruppenbild.

Danach Abfahrt zur Sommerbobbahn. Kinder und Väter gehen zu Fuß, Mütter fahren die bepackten Autos den Berg runter. Dann maximaler Spaß beim Bob fahren und Eis essen bei SONNENSCHEIN. Um 15 Uhr Abfahrt in Richtung Heimat mit kurzem familieninternen Zwischenstopp in Honau, um die nur sporadisch geöffnete Olgahöhle zu besichtigen (für Insider: keine durch Auswaschung von Kalkgesteinen entstandene Höhle, sondern durch Ausfällung von im Wasser der Echaz gelöstem Kalk (Kalktuff) entstandenes Wunderwerk der Natur).

Bei der Rückfahrt schliefen die Kinder sofort ein, der kleine Mann sogar durch. Er konnte schlafenderweise vom Auto auf's Sofa und von dort in's Bett verfrachtet werden. Die kleine Dame klagte ob ihrer gar fürchterlichen "Auas" an Knien, Ellenbogen und Hand. In Wirklichkeit handelt es sich hier um ein paar Schürfwunden kleineren Ausmaßes, die sie sich heute morgen auf der Alb bei übermütigen Manövern zugezogen hat. Dusche war furchtbar ... jetzt sitzt sie neben mir und liest den neuesten Al.DI-Prospekt.

Ich bin so müde.

Mehr Tagebuch-Einträge sind aufgelistet bei Frau Brüllen.

05.04.13

Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Tagebuch-Blogging am 5. April 2013

Als Frau Brüllen vor kurzem zum Tagebuchbloggen aufrief, war ich krank, las aber mit Interesse die Tagebuchposts der teilnehmenden Damen. Nun gibt's an jedem 5. im Monat die Möglichkeit mitzumachen beim öffentlichen Tagebuch schreiben. Das finde ich knorke. Wer möchte, kann sich bei Frau Brüllen in die Linkliste eintragen.

7. 15 Uhr
Der Radiowecker geht an. Mit mir liegen beide Kinder im Bett, der Mann ist schon längst bei der Arbeit. Heute ist mein letzter Urlaubstag. Eigentlich möchte ich heute das erledigen, was ich schon längst erledigt haben wollte: Fenster putzen ... uähhh

7.20 Uhr
Ich mache mir meinen Kaffee und bereite mein Müsli zu, da kommt auch schon der Nachwuchs augenreibend und gähnend ins Wohnzimmer getapst. Huch, damit hatte ich noch nicht gerechnet, denn seit der Zeitumstellung waren die beiden vor 8 Uhr nicht wach zu kriegen

8.15 Uhr
Nach einem teilweise gemeinsamen Frühstück (der Sohn musste erst noch sein Arrangement "Autofähre mit vielen Trucks legt an" neu ordnen, beginnt es, das allmorgenliche Ritual "Anziehen, wer zieht sich zuerst an, was ziehen wir an, bitte ziehe dich alleine an, nein, ich kann mich nicht alleine anziehen, den ich komme nicht runter ...". Danach möchte ich eigentlich los, aber der Nachwuchs muss unbedingt noch ein Puzzle beenden. Ich schalte einen Gang runter (ich muss ja nicht in die Agentur und habe alle Zeit der Welt), setze mich dazu und helfe das Prinzessinnen-Puzzle zu vollenden.


Die Box mit dem roten Deckel im Hintergrund ist die Autofähre, die Bücher sind das "Land".

8.50 Uhr
Ankunft im Kindi, puh gerade noch vor der "Kinderrunde" geschafft, noch ein paar Dinge für den am Sonntag dort stattfindenden Abschiedsbrunch für die Lieblingserzieherin besprechen, Abschiedküsse verteilen (also nur an meine Kinder), und ab nach Hause

9.15 Uhr
Ich schalte genüsslich mein Notebook an. Jetzt erstmal 'ne Pause ... *lach* Urlaub ist herrlich.

9.30 Uhr
Gedankenblitz: ich wollte ja noch bei der Schule anrufen, und mich erkundigen, wie das nun sein wird im neuen Schuljahr. Kommt das Schülerhaus? Ganz sicher? Wenn nicht, dann muss ich die Kinder noch im Hort anmelden. Aber eigentlich könnte das auch ohne Hortbetreuung hinhauen. Eigentlich... Mist, niemand erreichbar im Schulsekretariat.

9.45 Uhr
Installieren eines Pinit-Buttons unter jedem Post. Wer mal schpickeln möchte, der klicke hier. Das mit dem Button gestaltet sich komplizierter als gedacht. Ich finde Hilfe im Netz und lege ein wieteres Board an und fülle es.

10.30 Uhr
Die Schmerzen kommen wieder. Mist. Das plagt mich schon seit Wochen, kein Arzt weiß was tun dagegen. Ich greife zum Telefonhörer und bekomme einen Termin heute Nachmittag beim HNO-Arzt. Klappe, die X-te.

10.45 Uhr
Bei der Schule ist immer noch niemand erreichbar. Ich fülle die Hortanmeldung aus und stecke sie in einen Umschlag

10.50 Uhr
Ich säe ein paar Blümchen (Löwenmäulchen, Malven und Zinnien), in der Hoffnung, dass der Sommer doch nicht ausfällt und die Zucht nicht wieder vollständig von den Schnecken vernichtet wird und bin zufrieden. Die Fenster sind immer noch nicht geputzt.



11.50 Uhr
Nun entrümpele ich meinen Kleiderschrank. Die Fenster können warten.

13.20 Uhr
Neben meinem Kleiderschrank habe ich auch noch den "Allzweckschrank" der Kinder ausgemistet, in  dem sich neben Verkleidungsutensilien auch Freizeitartikel (Hüpfseil, Schwimmutensilien, Drachen etc.), zu klein gewordene Kleider und allerlei Krimskrams befindet. Den gut gefüllten Altkleidersack bringe ich jetzt in den Keller, dabei leere ich den Briefkasten. Unterdessen gab's zum Mittagessen eine leckere Avocado.

13.30 Uhr
Post von der Verwandschaft. Wie nett. Das Fenster putzen verschiebe ich auf einen wärmeren Tag. Ich habe keine Lust dabei eine Mütze zu tragen und mir Frostbeulen zu holen (mir stinkt das Wetter ganz gewaltig und führe meine komischen Schmerzen in Schläfe, Kiefer, Stirn und Ohren langsam auf die Kälte zurück). Stattdessen setze ich mich ans Klavier und übe Etuden, um meine eingerostete Technik zu verbessern. Nun aber Röntgenbilder eingepackt und schnell zum Arzt, der mir wahrscheinlich wieder nicht helfen kann. Danach hole ich die Kinder vom Kindi ab.

Der Arzt empfiehlt mir Rotlicht und Geduld. Wenn das nicht hilft sollte ich zum Neurologen.
Auf dem Weg zum Elektromarkt, bei dem ich die Rotlichtlampe kaufen möchte (heutzutage wird sowas ja nicht mehr verschrieben) "stellt" mich eine Kindergartenfreundin meiner Kinder. Und zwar vor dem Schuhgeschäft, das wunderbare Chucks im Schaufenster zeigt.

15.30 Uhr
Im Kindergarten kommen mir schon die draußen spielenden Kinder entgegen. Sie möchten noch ein wenig rumtoben. Das kommt mir gerade recht, denn ich möchte mich noch mit J., der Lieblingserzieherin unterhalten, die heute ihre letzten Arbeitstag im Kindi hatte. Ich bin traurig, irgendwie sind alle traurig, aber das Leben geht weiter. Wir tratschen solange, bis auch der letzte Freund von F. und S. abgeholt wurde. Jetzt! Sofort! Will der Nachwuchs nach Hause.

16.30 Uhr
Zuhause angekommen gibt's erst mal Streit zwischen den Kindern (nichts Neues), lautes Schreien und Rumgemotze. Ich trenn die beiden, jeder geht erst mal in sein Zimmer und "kommt runter". Danach gibt's einen kleinen Snack, ich esse leckere Mango und die KInder Schokodoppelkeks. Danach verziehen wir uns auf's Sofa für einen kleine Vorleserunde, die abgelöst wird durch Streitereien, welches Spiel wir nun spielen (die Tochter möchte Ubongo spielen, der Sohn "Renntruck-Quartett"). Die Lösung ist die, dass sich die Tochter plötzlich des vorhin aufgeräumten Schrankes besinnt, in dem man nun viel besser diverse Kostüme findet als zuvor, und sie sich als Prinzessin verkleidet. Bahn frei also für das Renntruck-Quartett, bei dem der Sohn gewinnt, weil er ja die jeweils besten Features einer Karte schon auswendig kann.  Während ich dies hier tippe, sitzen beide vor der Glotze und schauen Käpt'n Blaubär.

20.30 Uhr
Die Kinder sind nach einer extra langen Gutenachtgeschichtenrunde im Bett. Ich bin auf dem Sofa, werde nun die anderen Tagebuchblogger abklappern und dabei immer mal wieder den Film auf arte anschauen.

06.03.13

Me Made 6.3.2013 – Onion 2022, die Zweite



Meine zweite Knotentunika. Mit engeren Ärmeln und kürzeren Abnähern. Der Stoff ist ein Viskose-Polyester-Gemisch von Hilco. Diese Kunstfaser hätte ich niemals gekauft, wäre ich nicht von der Webart so begeistert. Denn eigentlich kommt an meine Haut nur Wasser und CD, nein Naturfaser (außer Viskose, aber die ist ja aus Holz hergestellt ... also auch eine Art Naturfaser).

Der Sitz der Tunika ist annähernd perfekt, nur ein weiteres "Unterkleid" braucht's. Mit dem Stoffkauf muss ich nur bis Freitag warten, denn da öffnet Hil.co erst wieder seine Türen für die Käuferschaft, die nur für den Eigenbedarf Stoff hortet. Die Viskose von dort ist zwar vergleichsweise teuer, hat aber eine unschlagbar gute Qualität und es gibt sie in Wahnsinnsfarben. Ich sach' nur froschgrün und lindgrün.

Habt ihr schon die neue Ottobre für Damen gesehen? Darin gibt's einen vielversprechenden Schnitt für eine Knotentunika bzw. ein Knotenkleid. Den Schnitt werde ich ganz bestimmt ausprobieren ...


Weitere "Me Made"-Werke gibt, wie jeden Mittwoch, hier zu bewundern. Dafür möchte ich mich beim MMM-Team allerherzlichst bedanken denn ich liebe dass MMM-Projekt!

27.02.13

Me Made am 27.2.2013 – Onion 2022



DER Schnitt! Onion 2022! Wie oft schon habe ich diesen Schnitt an anderen nähwütigen Damen bewundert. Und wie oft schon habe ich mich gefragt, ob ich es schaffe, den Schnitt an meine Maße anzupassen. Ich bin mit 1.80 cm ziemlich groß und trage eine große Kleidergröße. Mit meinem ersten Knotenkleid-Versuch bin ich ziemlich zufrieden, und ich kann jetzt schon sagen, dass ich diesen Schnitt liebe. Jedoch wäre ich ohne das Tutorial von Beate (Zaperlott) ziemlich aufgeschmissen gewesen. Geholfen haben auch die Tipps von AnniLu und Smila. Denn ich habe auch das Rückenteil gedoppelt (so wie von AnniLu beschrieben) und statt der Kräuselung am Rücken zwei Abnäher eingearbeitet. Beim nächsten Knotenoberteil, für das der Stoff schon bereit liegt, werde ich allerdings die Abnäher kürzer machen und das obere Rückenteil um ca. 2cm verlängern. Außerdem die Ärmel noch etwas enger machen.

Weil mir der Ausschnitt von Onion 2022 zu groß ist, musst natürlich noch was zum "drunterziehen" her. Dafür habe ich aus einem grauen Viskosejersey einen Schnitt aus einer Ottobre so abgewandelt, dass er in Sachen Ausschnitt und Länge zum Knotenoberteil passt.


Bei der ersten Anprobe des "Unterkleids" fand ich die Ausschnittgröße ungesäumt und ungekettelt perfekt: deshalb wollte ich den Ausschnitt nicht mit einem Bündchenstreifen einfassen, sondern ich entschloss mich für einen Rollsaum, mit dem ich auch die Ärmel und die restlichen Kanten versäubert habe. Mir gefällt das "Unterkleid" fast noch besser als das Knotenkleid und ich überlege schon wie sich der Schnitt zu einem "solo" getragenen Oberteil aufpeppen lässt.

Die Brosche am Ausschnitt ist ein Erbstück meiner Großmutter.

Beim Säumen des grauen Unterkleids fiel mir dann ein ehemals gerne getragenes Shirt ein, dass genauso verarbeitet war. Das Shirt war ca. 5 Kleidergrößen kleiner, sehr figurbetont geschnitten und es kostetet damals das 3-fache der Stoffkosten, die ich für das selbst gemachte Teil berappen musste... DIY ist spitze!


Zusammenfassung:

Schnitt: ONION 2002
Stoff: Ringeljersey von Frau Tulpe (etwas zu teuer ...)
Kosten: 30 Euro
Schwierigkeitsgrad: mittel
Änderungen: Alles größer gemacht und v.a. verlängert, keine Puffärmel und satt der Kräuselung Abnäher eingebaut.
Passform: sehr gut - gut
Werde ich den Schnitt noch einmal nähen: ganz bestimmt, neuer Stoff liegt schon parat.

Weitere Eigenkreationen an der Frau sind hier zu entdecken!

05.02.13

Elodie



Schnitt: Elodie von farbenmix
Stoff: Hilco

Gestern in einem Rutsch mit assistierender Tochter genäht: DAS Winterkleid aus einem Babycord. Anfangs mochte sie die Farbe des Stoffs nicht. Aber als ihr bewusst wurde, wie toll sich das Kleid beim Drehen um die eigene Körperachse ausstellt, war's um sie geschehen. Sie liebt das Kleid und hat sofort noch einen Auftrag für ein Sommerkleid (dafür sucht aber sie den Stoff aus!) vergeben.

Eigentlich wollte ich Elodie schon letzten Sommer nähen. Da war die Tochter "Mädchenkleidern" gegenüber aber total abgeneigt und verweigerte es Röcke und Kleider anzuziehen. Der Schnitt ist toll, und F.'s Erzieherin im Kindergarten hat heute Morgen bereits Bedarf für genau das gleiche Kleid angemeldet ... so macht Nähen Spaß!

25.01.13

Freitags-Füller No. 200


Ich mach' auch mal wieder mit! Wow, so lange gibt es den Freitags-Füller schon. Vielen Dank dafür, liebe Barbara!
1. Eigentlich habe ich im Winter überhaupt keine Lust, morgens um 6.30 Uhr aufzustehen, aber sonst bekommen wir das alles zeitlich gar nicht gebacken .
2.  Ich habe einen Leberfleck auf dem Rücken meiner rechten Hand.
3.  Spät am Abend werde ich heute todmüde ins Bett fallen, etwas unzufrieden darüber, dass ich den Abend schon wieder faul auf dem Sofa verbracht habe.
4.  Das ist so gar nicht mein Art: abwarten und sehen was passiert.
5.  Das Jahr 2012 brachte für uns hauptsächlich schöne Veränderungen. Wenn ich das ganze Unheil um uns herum betrachte, frage ich mich, ob und wann es uns treffen wird.
6.  Du weisst, dass du alt bist wenn Jugendliche beginnen, Dich mit einer Selbstverständlichkeit zu siezen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Sofa und unser neues TV-Gerät, dass unseren alten Röhrenkasten vor ein paar Wochen ersetzt hat, morgen habe ich eine kleinere Umräumaktion und einen größeren Schlittenfahr- bzw. Bobfahrausflug geplant und Sonntag möchte ich ausschlafen, nur brave Kinder erleben, die nie streiten und friedlich stundenlang miteinander spielen (das ist so wahrscheinlich wie ein 6er im Lotto ...) und vielleicht einen Hefezopf backen!

14.01.13

Stoffabbau (für die Tochter)

Die letzten Tage saß ich ganz schön oft am Zuschneidetisch und an der Nähmaschine. Da sich hier die unangeschnittenen Stoffe langsam aber sicher stapeln, war endlich die Umsetzung der Nähpläne angesagt, zumal einige schon lange und sehr gerne vom Nachwuchs getragene und selbstgemachte Kleidungsstücke zu klein werden.

Einige Schnitte haben sich bei uns bewährt: das sind die Reißverschlussjacken (Modelle Kurre (z.B hier) und Montparnasse) aus der Ottobre 4/2010, die ich meistens aus Nickystoff nähe, und von Tochter und Sohn gleichermaßen geliebt werden. Nun habe ich die Jacke für die Tochter aus einem Frotteestoff von der Hamburger Liebe angefertigt und sie, also die Jacke, fühlt sich wunderbar kuschelig an, und droht ein Lieblingsskleidungsstück zu werden.



Ein weiterer von mir gerne genähter Schnitt ist Clementine von farbenmix. Hier zeige ich euch das neuste Werk, aus einem Daisy-Stoff von der Hamburger Liebe, der wunderbar kombinierbar ist (mit lila, rot, braun, orange ...). An Clementine mag ich die Teilungsnähte ("Pariser-Nähte") in Vorder- und Rückenteil, die es ermögliche so schicke Eingriffe ins Vorderteil zu integrieren.



02.01.13

MMM – Selbstgemachtes Lieblingskleidungsstück 2012

Mein erstes MMM! Endlich schaffe ich es beim MMM eines meiner selbstgemachten Kleidungsstücke zu zeigen. Mein Liebstes war in 2012 eindeutig dieses hier:



Ich habe es im Frühsommer genäht und dann sehr oft getragen, und zwar im Büro, im Freibad oder im Urlaub. Ich mag das Teil, weil es so vielfältig einsetzbar ist. Der Schnitt TARA ist wunderbar luftig und betont vorteilhaft das Dekolleté. Vor ein paar Jahren hätte ich NIEMALS zu so einem floralen Muster gegriffen und hätte das Design als "Gardine" bezeichnet. Mir war aber mal nach etwas anderem, und da der Stoff reduziert war, habe ich zugeschlagen. Mir gefällt das Muster inzwischen richtig gut. Ich habe diesen Schnitt noch in einem anderen Stoff genäht, dabei ist mir der Ausschnitt aber etwas misslungen.

Apropos Ausschnitt: Hier sollte die Anleitung noch etwas nachgebessert werden. Es gibt zwei Möglichkeiten den Ausschnitt zu nähen. Die eine Möglichkeit, die ich gerne gewählt hätte,  habe ich nicht verstanden (deswegen wollte ich mich schon seit Ewigkeiten mit der "Schnittdirectrice" in Verbindung setzen) und die von mir angewandte Möglichkeit ist etwas unsicher und kann bei rutschigeren Jerseys etwas schief werden. So beim zweiten von mir genähten Modell.

Ganz viele tolle Lieblings-Selfmade-Kleidungsstücke können, wie beinahe jeden Mittoch, auf der famosen MeMadeMittwoch-Seite bewundert werden.


Zusammenfassung:

Schnitt: TARA von jolijou
Stoff: Viskosejersey von Hilco (sehr gute Qualität)
Kosten: da im Ausverkauf ergattert, lag der Meterpreis bei 9 Euro. Bei 2 m Stoffverbrauch macht das 18 Euro.
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel (wegen des Ausschnitts)
Änderungen: Vorder- und Rückenteil um ca. 10 cm verlängert, den Einsatz im Ausschnitt auch etwas verlängert, sonst wäre mir der Ausschnitt zu groß geworden
Passform: sehr gut - gut
Werde ich den Schnitt noch einmal nähen: ganz bestimmt

12.11.12

12 von12 November 2012

Heute ist Montag. Und montags habe ich meinen "freien Tag". Heute ist er aber überhaupt nicht frei, sondern zu einem großen Teil reserviert für meinen Nebenjob bei der evangelischen Kirchengemeinde. Weil mein Mann Urlaub hat und die Kinder zur Kita bringt, konnte ich heute Morgen länger als sonst diesen hier genießen:


Noch schnell vor der "Zerstörung" für die Zukunft digital konservieren, was der Nachwuchs in geschwisterlicher Eintracht gestern fabriziert hat (ich finde es ja super toll und faszinierend, was die beiden hier so bauen).


Dann aber ab ans Telefon, um Arzttermine zu vereinbaren, mit dem Raumausstatter Termine zu koordinieren und sonstige Dinge aller Art zu regeln. Alle Telefonate erledigt, deshalb: Daumen hoch!


Die heutige Einkaufstour beginnt beim Gärtner, denn ich benötige für den heute stattfindenden Seniorennachmittag im Gemeindehaus noch Blumenschmuck für die Kaffeetische.


Dann ging's zum Bäcker, um Kuchen und Brezeln abzuholen (leider kein Bild). Anschließend ins Gemeindehaus die Dinge abgeliefert und bei der Gelegenheit gleich den Ring für den Adventskranz aus der Kammer geholt, um das Binden des Kranzes bei einem anderen Gärtner in Auftrag zu geben.


Und weil das Gemeindehaus quasi auf dem Weg nach dorthin liegt...



... schnell abgebogen, um im Hausverkauf ...


... von ...


... für die weitere Produktion von solchen Geldbeuteln für den Adventsverkauf...


... langweilige aber högschtnotwendige Vlieseline zu kaufen. Im Treppenhaus lockt das Schaufenster mit den aktuellen Versuchungen. Ist das schon die Weltherrschaft?


Oben im Verkauf brandneue Stoffe aus der Hilde-Serie entdeckt. Allerliebst. Aber: ich bin stolz auf mich, denn bei der Vlieseline ist es schließlich geblieben.


So sahen die Tische heute Nachmittag schließlich aus. Die Gäste älteren Semesters machten nach der Veranstaltung einen zufriedenen Eindruck ...



... und meine Kinder gehen nach einer Runde "Töggeli" auch zufrieden ins Bett. Gute Nacht!


Und wer sonst noch alles beim heutigen 12 von 12 mitgemacht hat, gibt es bei Frau Kännchen zu entdecken.

24.09.12

Mit 5 ...


... hat der weibliche Part des Duos bereits die ersten bleibenden Zähne
... zählt man seit zwei Wochen die noch verbleibenden Nächte bis zum fünften Geburtstag
... heißt der Sinu.pretsaft "Neoprensaft" und der Neoprenanzug "Sinu.pretanzug"
... weiß man schon ganz genau in welche Grundschule man in einem Jahr gehen möchte, und mit wem man in der Klasse sein will
... tüftelt und probiert man so lange bis es der eigenen Vorstellung entspricht
... mit einer Ausdauer, für die ich meine Tochter bewundere
... bekommt man immer noch plötzliche Schwächeanfälle wenn man mit dem Fahrrad nach dem Kindergarten nach Hause fahren soll
... und kann unmöglich die Schuhe selbst anziehen, weil man "nicht runter" kommt oder schlagartig Schmerzen im Knie bekommt
... bastelt man die tollsten Sachen aus Papier und "Tees" (Te.safilm) plus Schere und Buntstiften
... ist man großer Fußball-Fan und möchte unbedingt ins Fußballtraining gehen
... kann man schon schreiben und beginnt erste Wörter zu lesen (ich kann nur wiederholen: das geht mir alles ein bisschen zu schnell)
... liebt man nach dem Sandmännchen (das bereits mit dem Prädikat "langweilig" versehen ist) "Mia and me" anzuschauen
... drückt man sich vor körperlicher Arbeit, wo es nur geht
... ist man eher ein wilder Lausbub als ein niedliches Mädchen

Happy Birthday meine kleine große Blume!


... hat der männliche Zwilling ein ausgesprochen ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl, für das ich ihn bewundere
... sind die zahlreichen Freunde wichtiger als andere auf der Welt
... zählt man seit zwei Wochen, die noch verbleibenden Nächte bis zum fünften Geburtstag
... baut man mit Hingabe die tollsten Bauwerke aus Kapla und Lego
... ist man ein typischer Junge, der nur die schnellsten Autos, die größten Flugzeuge  und die riesigsten Frachtschiffe "cool" findet
... heißt der Sinu.pretsaft "Neoprensaft" und der Neoprenanzug "Sin.upretanzug"
... hilft man ausgesprochen gerne im Garten beim Umgraben und Hacken, und Zuhause beim Aufräumen (!)
... möchte man Fußballschuhe mit Stollen haben und in den Fußballverein eintreten
... und in den Tennisverein
... und geht total gerne ins Turnen
... fürchtet man sich sehr vor Monstern, die überall in der Wohnung lauern, besonders bei Dunkelheit
... hat man überhaupt keine Frustrationstoleranz und bekommt einen Schreianfall, sobald etwas nicht so klappt, wie man sich das vorstellt
... ist man ein wilder Lausbub mit sehr sanften und sensiblen Seiten

Happy Birthday mein kleiner großer Bär!


17.09.12

Somehow ...

... time goes by too quickly.


Ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk machte sich meine Tochter gestern selbst: der erste Milchzahn ist draußen und das eine Woche vor ihrem fünften Geburtstag. Jetzt ist sie natürlich mächtig stolz, denn Zahnlücken haben ja nur Schulanfänger oder schon Schüler. Die bereits seit ein paar Tagen von F. vorbereitete Zahnbox beinhaltet nun ein Mini-Schneidezähnchen, das heute im Kindergarten selbstredend präsentiert werden muss.

Ehrlich gesagt geht mir das momentan alles ein bisschen zu schnell, obwohl ich die zunehmende Selbständigkeit meiner Kinder sehr begüße. Ich bin eindeutig keine Babymama. Wie angenehm, aber auch anstrengend, ist es doch mit den Kindern kommunizieren zu können und da kommt was zurück (außer Lächeln, Gegluckse oder Gebrüll). Aber jetzt schon die erste Zahnlücke, und nächstes Jahr womöglich die Einschulung. Und bald verlassen sie das Haus ...

Wir schwanken noch ein wenig, ob unsere beiden "Chaoten" nächstes Jahr mit knapp sechs schon in die Schule kommen sollen. Aber wenn sich die Entwicklungssprünge so wie bisher auswirken, dann sind sie nächstes Jahr so was von schulreif. Wir warten ab.