06.03.13

Me Made 6.3.2013 – Onion 2022, die Zweite



Meine zweite Knotentunika. Mit engeren Ärmeln und kürzeren Abnähern. Der Stoff ist ein Viskose-Polyester-Gemisch von Hilco. Diese Kunstfaser hätte ich niemals gekauft, wäre ich nicht von der Webart so begeistert. Denn eigentlich kommt an meine Haut nur Wasser und CD, nein Naturfaser (außer Viskose, aber die ist ja aus Holz hergestellt ... also auch eine Art Naturfaser).

Der Sitz der Tunika ist annähernd perfekt, nur ein weiteres "Unterkleid" braucht's. Mit dem Stoffkauf muss ich nur bis Freitag warten, denn da öffnet Hil.co erst wieder seine Türen für die Käuferschaft, die nur für den Eigenbedarf Stoff hortet. Die Viskose von dort ist zwar vergleichsweise teuer, hat aber eine unschlagbar gute Qualität und es gibt sie in Wahnsinnsfarben. Ich sach' nur froschgrün und lindgrün.

Habt ihr schon die neue Ottobre für Damen gesehen? Darin gibt's einen vielversprechenden Schnitt für eine Knotentunika bzw. ein Knotenkleid. Den Schnitt werde ich ganz bestimmt ausprobieren ...


Weitere "Me Made"-Werke gibt, wie jeden Mittwoch, hier zu bewundern. Dafür möchte ich mich beim MMM-Team allerherzlichst bedanken denn ich liebe dass MMM-Projekt!

27.02.13

Me Made am 27.2.2013 – Onion 2022



DER Schnitt! Onion 2022! Wie oft schon habe ich diesen Schnitt an anderen nähwütigen Damen bewundert. Und wie oft schon habe ich mich gefragt, ob ich es schaffe, den Schnitt an meine Maße anzupassen. Ich bin mit 1.80 cm ziemlich groß und trage eine große Kleidergröße. Mit meinem ersten Knotenkleid-Versuch bin ich ziemlich zufrieden, und ich kann jetzt schon sagen, dass ich diesen Schnitt liebe. Jedoch wäre ich ohne das Tutorial von Beate (Zaperlott) ziemlich aufgeschmissen gewesen. Geholfen haben auch die Tipps von AnniLu und Smila. Denn ich habe auch das Rückenteil gedoppelt (so wie von AnniLu beschrieben) und statt der Kräuselung am Rücken zwei Abnäher eingearbeitet. Beim nächsten Knotenoberteil, für das der Stoff schon bereit liegt, werde ich allerdings die Abnäher kürzer machen und das obere Rückenteil um ca. 2cm verlängern. Außerdem die Ärmel noch etwas enger machen.

Weil mir der Ausschnitt von Onion 2022 zu groß ist, musst natürlich noch was zum "drunterziehen" her. Dafür habe ich aus einem grauen Viskosejersey einen Schnitt aus einer Ottobre so abgewandelt, dass er in Sachen Ausschnitt und Länge zum Knotenoberteil passt.


Bei der ersten Anprobe des "Unterkleids" fand ich die Ausschnittgröße ungesäumt und ungekettelt perfekt: deshalb wollte ich den Ausschnitt nicht mit einem Bündchenstreifen einfassen, sondern ich entschloss mich für einen Rollsaum, mit dem ich auch die Ärmel und die restlichen Kanten versäubert habe. Mir gefällt das "Unterkleid" fast noch besser als das Knotenkleid und ich überlege schon wie sich der Schnitt zu einem "solo" getragenen Oberteil aufpeppen lässt.

Die Brosche am Ausschnitt ist ein Erbstück meiner Großmutter.

Beim Säumen des grauen Unterkleids fiel mir dann ein ehemals gerne getragenes Shirt ein, dass genauso verarbeitet war. Das Shirt war ca. 5 Kleidergrößen kleiner, sehr figurbetont geschnitten und es kostetet damals das 3-fache der Stoffkosten, die ich für das selbst gemachte Teil berappen musste... DIY ist spitze!


Zusammenfassung:

Schnitt: ONION 2002
Stoff: Ringeljersey von Frau Tulpe (etwas zu teuer ...)
Kosten: 30 Euro
Schwierigkeitsgrad: mittel
Änderungen: Alles größer gemacht und v.a. verlängert, keine Puffärmel und satt der Kräuselung Abnäher eingebaut.
Passform: sehr gut - gut
Werde ich den Schnitt noch einmal nähen: ganz bestimmt, neuer Stoff liegt schon parat.

Weitere Eigenkreationen an der Frau sind hier zu entdecken!

05.02.13

Elodie



Schnitt: Elodie von farbenmix
Stoff: Hilco

Gestern in einem Rutsch mit assistierender Tochter genäht: DAS Winterkleid aus einem Babycord. Anfangs mochte sie die Farbe des Stoffs nicht. Aber als ihr bewusst wurde, wie toll sich das Kleid beim Drehen um die eigene Körperachse ausstellt, war's um sie geschehen. Sie liebt das Kleid und hat sofort noch einen Auftrag für ein Sommerkleid (dafür sucht aber sie den Stoff aus!) vergeben.

Eigentlich wollte ich Elodie schon letzten Sommer nähen. Da war die Tochter "Mädchenkleidern" gegenüber aber total abgeneigt und verweigerte es Röcke und Kleider anzuziehen. Der Schnitt ist toll, und F.'s Erzieherin im Kindergarten hat heute Morgen bereits Bedarf für genau das gleiche Kleid angemeldet ... so macht Nähen Spaß!

25.01.13

Freitags-Füller No. 200


Ich mach' auch mal wieder mit! Wow, so lange gibt es den Freitags-Füller schon. Vielen Dank dafür, liebe Barbara!
1. Eigentlich habe ich im Winter überhaupt keine Lust, morgens um 6.30 Uhr aufzustehen, aber sonst bekommen wir das alles zeitlich gar nicht gebacken .
2.  Ich habe einen Leberfleck auf dem Rücken meiner rechten Hand.
3.  Spät am Abend werde ich heute todmüde ins Bett fallen, etwas unzufrieden darüber, dass ich den Abend schon wieder faul auf dem Sofa verbracht habe.
4.  Das ist so gar nicht mein Art: abwarten und sehen was passiert.
5.  Das Jahr 2012 brachte für uns hauptsächlich schöne Veränderungen. Wenn ich das ganze Unheil um uns herum betrachte, frage ich mich, ob und wann es uns treffen wird.
6.  Du weisst, dass du alt bist wenn Jugendliche beginnen, Dich mit einer Selbstverständlichkeit zu siezen.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Sofa und unser neues TV-Gerät, dass unseren alten Röhrenkasten vor ein paar Wochen ersetzt hat, morgen habe ich eine kleinere Umräumaktion und einen größeren Schlittenfahr- bzw. Bobfahrausflug geplant und Sonntag möchte ich ausschlafen, nur brave Kinder erleben, die nie streiten und friedlich stundenlang miteinander spielen (das ist so wahrscheinlich wie ein 6er im Lotto ...) und vielleicht einen Hefezopf backen!

14.01.13

Stoffabbau (für die Tochter)

Die letzten Tage saß ich ganz schön oft am Zuschneidetisch und an der Nähmaschine. Da sich hier die unangeschnittenen Stoffe langsam aber sicher stapeln, war endlich die Umsetzung der Nähpläne angesagt, zumal einige schon lange und sehr gerne vom Nachwuchs getragene und selbstgemachte Kleidungsstücke zu klein werden.

Einige Schnitte haben sich bei uns bewährt: das sind die Reißverschlussjacken (Modelle Kurre (z.B hier) und Montparnasse) aus der Ottobre 4/2010, die ich meistens aus Nickystoff nähe, und von Tochter und Sohn gleichermaßen geliebt werden. Nun habe ich die Jacke für die Tochter aus einem Frotteestoff von der Hamburger Liebe angefertigt und sie, also die Jacke, fühlt sich wunderbar kuschelig an, und droht ein Lieblingsskleidungsstück zu werden.



Ein weiterer von mir gerne genähter Schnitt ist Clementine von farbenmix. Hier zeige ich euch das neuste Werk, aus einem Daisy-Stoff von der Hamburger Liebe, der wunderbar kombinierbar ist (mit lila, rot, braun, orange ...). An Clementine mag ich die Teilungsnähte ("Pariser-Nähte") in Vorder- und Rückenteil, die es ermögliche so schicke Eingriffe ins Vorderteil zu integrieren.



02.01.13

MMM – Selbstgemachtes Lieblingskleidungsstück 2012

Mein erstes MMM! Endlich schaffe ich es beim MMM eines meiner selbstgemachten Kleidungsstücke zu zeigen. Mein Liebstes war in 2012 eindeutig dieses hier:



Ich habe es im Frühsommer genäht und dann sehr oft getragen, und zwar im Büro, im Freibad oder im Urlaub. Ich mag das Teil, weil es so vielfältig einsetzbar ist. Der Schnitt TARA ist wunderbar luftig und betont vorteilhaft das Dekolleté. Vor ein paar Jahren hätte ich NIEMALS zu so einem floralen Muster gegriffen und hätte das Design als "Gardine" bezeichnet. Mir war aber mal nach etwas anderem, und da der Stoff reduziert war, habe ich zugeschlagen. Mir gefällt das Muster inzwischen richtig gut. Ich habe diesen Schnitt noch in einem anderen Stoff genäht, dabei ist mir der Ausschnitt aber etwas misslungen.

Apropos Ausschnitt: Hier sollte die Anleitung noch etwas nachgebessert werden. Es gibt zwei Möglichkeiten den Ausschnitt zu nähen. Die eine Möglichkeit, die ich gerne gewählt hätte,  habe ich nicht verstanden (deswegen wollte ich mich schon seit Ewigkeiten mit der "Schnittdirectrice" in Verbindung setzen) und die von mir angewandte Möglichkeit ist etwas unsicher und kann bei rutschigeren Jerseys etwas schief werden. So beim zweiten von mir genähten Modell.

Ganz viele tolle Lieblings-Selfmade-Kleidungsstücke können, wie beinahe jeden Mittoch, auf der famosen MeMadeMittwoch-Seite bewundert werden.


Zusammenfassung:

Schnitt: TARA von jolijou
Stoff: Viskosejersey von Hilco (sehr gute Qualität)
Kosten: da im Ausverkauf ergattert, lag der Meterpreis bei 9 Euro. Bei 2 m Stoffverbrauch macht das 18 Euro.
Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel (wegen des Ausschnitts)
Änderungen: Vorder- und Rückenteil um ca. 10 cm verlängert, den Einsatz im Ausschnitt auch etwas verlängert, sonst wäre mir der Ausschnitt zu groß geworden
Passform: sehr gut - gut
Werde ich den Schnitt noch einmal nähen: ganz bestimmt

12.11.12

12 von12 November 2012

Heute ist Montag. Und montags habe ich meinen "freien Tag". Heute ist er aber überhaupt nicht frei, sondern zu einem großen Teil reserviert für meinen Nebenjob bei der evangelischen Kirchengemeinde. Weil mein Mann Urlaub hat und die Kinder zur Kita bringt, konnte ich heute Morgen länger als sonst diesen hier genießen:


Noch schnell vor der "Zerstörung" für die Zukunft digital konservieren, was der Nachwuchs in geschwisterlicher Eintracht gestern fabriziert hat (ich finde es ja super toll und faszinierend, was die beiden hier so bauen).


Dann aber ab ans Telefon, um Arzttermine zu vereinbaren, mit dem Raumausstatter Termine zu koordinieren und sonstige Dinge aller Art zu regeln. Alle Telefonate erledigt, deshalb: Daumen hoch!


Die heutige Einkaufstour beginnt beim Gärtner, denn ich benötige für den heute stattfindenden Seniorennachmittag im Gemeindehaus noch Blumenschmuck für die Kaffeetische.


Dann ging's zum Bäcker, um Kuchen und Brezeln abzuholen (leider kein Bild). Anschließend ins Gemeindehaus die Dinge abgeliefert und bei der Gelegenheit gleich den Ring für den Adventskranz aus der Kammer geholt, um das Binden des Kranzes bei einem anderen Gärtner in Auftrag zu geben.


Und weil das Gemeindehaus quasi auf dem Weg nach dorthin liegt...



... schnell abgebogen, um im Hausverkauf ...


... von ...


... für die weitere Produktion von solchen Geldbeuteln für den Adventsverkauf...


... langweilige aber högschtnotwendige Vlieseline zu kaufen. Im Treppenhaus lockt das Schaufenster mit den aktuellen Versuchungen. Ist das schon die Weltherrschaft?


Oben im Verkauf brandneue Stoffe aus der Hilde-Serie entdeckt. Allerliebst. Aber: ich bin stolz auf mich, denn bei der Vlieseline ist es schließlich geblieben.


So sahen die Tische heute Nachmittag schließlich aus. Die Gäste älteren Semesters machten nach der Veranstaltung einen zufriedenen Eindruck ...



... und meine Kinder gehen nach einer Runde "Töggeli" auch zufrieden ins Bett. Gute Nacht!


Und wer sonst noch alles beim heutigen 12 von 12 mitgemacht hat, gibt es bei Frau Kännchen zu entdecken.

24.09.12

Mit 5 ...


... hat der weibliche Part des Duos bereits die ersten bleibenden Zähne
... zählt man seit zwei Wochen die noch verbleibenden Nächte bis zum fünften Geburtstag
... heißt der Sinu.pretsaft "Neoprensaft" und der Neoprenanzug "Sinu.pretanzug"
... weiß man schon ganz genau in welche Grundschule man in einem Jahr gehen möchte, und mit wem man in der Klasse sein will
... tüftelt und probiert man so lange bis es der eigenen Vorstellung entspricht
... mit einer Ausdauer, für die ich meine Tochter bewundere
... bekommt man immer noch plötzliche Schwächeanfälle wenn man mit dem Fahrrad nach dem Kindergarten nach Hause fahren soll
... und kann unmöglich die Schuhe selbst anziehen, weil man "nicht runter" kommt oder schlagartig Schmerzen im Knie bekommt
... bastelt man die tollsten Sachen aus Papier und "Tees" (Te.safilm) plus Schere und Buntstiften
... ist man großer Fußball-Fan und möchte unbedingt ins Fußballtraining gehen
... kann man schon schreiben und beginnt erste Wörter zu lesen (ich kann nur wiederholen: das geht mir alles ein bisschen zu schnell)
... liebt man nach dem Sandmännchen (das bereits mit dem Prädikat "langweilig" versehen ist) "Mia and me" anzuschauen
... drückt man sich vor körperlicher Arbeit, wo es nur geht
... ist man eher ein wilder Lausbub als ein niedliches Mädchen

Happy Birthday meine kleine große Blume!


... hat der männliche Zwilling ein ausgesprochen ausgeprägtes Gerechtigkeitsgefühl, für das ich ihn bewundere
... sind die zahlreichen Freunde wichtiger als andere auf der Welt
... zählt man seit zwei Wochen, die noch verbleibenden Nächte bis zum fünften Geburtstag
... baut man mit Hingabe die tollsten Bauwerke aus Kapla und Lego
... ist man ein typischer Junge, der nur die schnellsten Autos, die größten Flugzeuge  und die riesigsten Frachtschiffe "cool" findet
... heißt der Sinu.pretsaft "Neoprensaft" und der Neoprenanzug "Sin.upretanzug"
... hilft man ausgesprochen gerne im Garten beim Umgraben und Hacken, und Zuhause beim Aufräumen (!)
... möchte man Fußballschuhe mit Stollen haben und in den Fußballverein eintreten
... und in den Tennisverein
... und geht total gerne ins Turnen
... fürchtet man sich sehr vor Monstern, die überall in der Wohnung lauern, besonders bei Dunkelheit
... hat man überhaupt keine Frustrationstoleranz und bekommt einen Schreianfall, sobald etwas nicht so klappt, wie man sich das vorstellt
... ist man ein wilder Lausbub mit sehr sanften und sensiblen Seiten

Happy Birthday mein kleiner großer Bär!


17.09.12

Somehow ...

... time goes by too quickly.


Ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk machte sich meine Tochter gestern selbst: der erste Milchzahn ist draußen und das eine Woche vor ihrem fünften Geburtstag. Jetzt ist sie natürlich mächtig stolz, denn Zahnlücken haben ja nur Schulanfänger oder schon Schüler. Die bereits seit ein paar Tagen von F. vorbereitete Zahnbox beinhaltet nun ein Mini-Schneidezähnchen, das heute im Kindergarten selbstredend präsentiert werden muss.

Ehrlich gesagt geht mir das momentan alles ein bisschen zu schnell, obwohl ich die zunehmende Selbständigkeit meiner Kinder sehr begüße. Ich bin eindeutig keine Babymama. Wie angenehm, aber auch anstrengend, ist es doch mit den Kindern kommunizieren zu können und da kommt was zurück (außer Lächeln, Gegluckse oder Gebrüll). Aber jetzt schon die erste Zahnlücke, und nächstes Jahr womöglich die Einschulung. Und bald verlassen sie das Haus ...

Wir schwanken noch ein wenig, ob unsere beiden "Chaoten" nächstes Jahr mit knapp sechs schon in die Schule kommen sollen. Aber wenn sich die Entwicklungssprünge so wie bisher auswirken, dann sind sie nächstes Jahr so was von schulreif. Wir warten ab.

10.09.12

Die Winterproduktion läuft an

Gestern hatte ich einen "freien" Tag. Mann und Kinder waren ausgeflogen und ich nutzte die Zeit, um die ersten Herbst- und Wintershirts zu produzieren. Das Dino- und das Wikingershirt ist für den Sohn, die "Seeungeheuerversion" ist für die kleine weibliche Wasserratte. Von wegen klein! Von den Lillestoffen habe ich, entgegen meiner Gewohnheit, statt einem nur einen halben Meter geordert. Aber das reicht nicht mehr, inzwischen brauche ich für die Oberteile meiner "Kurzen" mindestens 10 cm mehr. Uah, irgendwie geht mir das zu schnell mit dem Wachsen.




Stoffe sind von Lillestoff und Hilco, Schnitte aus der Ottobre und von farbenmix.

27.08.12

Der Rechtsverkehr hat uns wieder!

Nach beinahe 3 Wochen Linksverkehr auf der britischen Insel "mussten" wir uns gestern, back on the continent, wieder an die hiesige Fahrweise gewöhnen. Nicht nur die alte Straßenseite hat uns wieder, sondern auch die aggressive Fahrweise manch deutschen Straßenrambos (der vorzugsweise Fabrikate aus Süddeutschland, die keine 15 km von hier gefertigt werden, zu steuern scheint).

Aber Schwamm drüber. Denn wir haben eine wunderschöne Zeit in England verbracht. Drei Tage rund um London bei der Verwandtschaft und zwei Wochen an der cornischen Nordküste. Die lange Fahrt bis an den westlichsten Zipfel der britischen Insel hat sich gelohnt. Denn wo sonst in Europa gibt es so höfliche und humorvolle Menschen, die man auch noch sehr gut versteht und mit welchen man nette Konversation betreiben kann (leider beherrsche ich nur die englische Sprache "fließend"), so eine abwechslungsreiche Küste, wild aber dennoch perfekt für unsere Kinder, so schöne Gärten, so pittoreske kleine Hafenstäde (die jedoch leider im August total überlaufen sind) und Tage, an denen man wettertechnisch außer Schnee und Frost so ziemlich alles geboten bekommt und dennoch ein Strandbesuch möglich ist? Nirgendwo sonst als in Cornwall, behaupte ich jetzt einfach mal.

Es war unser erster großer Urlaub gemeinsam mit den Kindern und es hat prima funktioniert. Außer Stadtbesichtigungen und Wanderungen auf dem Küstenpfad, hier streikte unser Nachwuchs regelmäßig schon nach kurzer Zeit, war eigentlich alles möglich. Das Strandleben war fantastisch, der Nordatlantik sogar ohne Wetsuit bei 17 °C Wassertemperatur erträglich. Fanny und Simon mochten ihre Neoprenanzüge gegen Ende gar nicht mehr anziehen, sie haben sich einfach in der Badehose und bewaffnet mit ihren Body Boards in die Brandung gestürzt. Falls die Wasserratten nicht im Meer waren bauten sie Staudämme aus Sand, um den in die Bucht mündenden Wasserlauf aufzustauen oder gruben tiefe Löcher in den Sand. Das bedeutete freie Zeit für mich, in der ich ungestört lesen konnte. Tagsüber Bücher lesen, das hatte ich schon lange nicht mehr...

Strandleben und mehr:













An regnerischen Tagen machten wir Ausflüge, u.a. nach Padstow, Falmouth, Megavissey, Newquay und Tintagel.

Hafen von Megavissey


In den "Lost Gardens of Heligan". Könnte auch irgendwo in den Tropen sein ...


"Bedruthan Steps". Der Sage nach, soll der Riese Bedruthan diese Felsen als Treppe benutzt haben, um aus dem Meer zu steigen.


In Tintagel faszinierten uns ganz besonders die Überreste der sagenumwobenen Burg "Camelot" des König Artus. Die Burg muss riesig gewesen sein und ihre Lage auf einer Klippe hoch über dem Meer ist sehr beeindruckend.





Padstow mag zwar ein nettes Fischerstädtschen sein, aber vom Fischfang und dem ursprünglichen Leben ist dort nicht mehr viel zu sehen. Absolut auf den Tourismus sind die Ladengeschäfte dort ausgerichtet. Neben zig Teehäusern, die "Cream Tea" anbieten finden sich Gift Shops, Fressbuden, überteuerte Bekleidungsgeschäfte. Zum Glück haben wir die etwas abseits liegende Kirche entdeckt. Darin wurde gerade eine Quilt Ausstellung von sehr netten Damen vorbereitet, die uns noch Prideaux Place empfahlen. U.a. mit dem Hinweis, dass dieses Anwesen wohl schon des öfteren als Rosamunde Pilcher Filmkulisse diente.




Ein besonderes Schmankerl bescherte uns unsere Vermieterin, indem Sie uns ein paar ihrer selbst gefangenen Makrelen schenkte. Als durchschnittliche Mitteleuropäer vom Festland hatten wir jedoch noch nie einen Fisch ausgenommen. Geht aber ganz leicht. Und der Fisch schmeckte fantastisch!


Abfahrt auf der Autofähre bei schönstem Sonnenschein:


In Großtantes Garten: