08.09.10

Und gibt's sonst noch was Neues?

Ja! Immer öfter beschleicht mich ein schlechtes Gefühl, wenn ich Kleidungsstücke "Made in Bangladesh" oder "Made in India" kaufe. Seit ich nähe, betrachte ich Kleidung viel aufmerksamer und weiß die Arbeit, die in einer Kinderhose mit Cargotaschen und komplizierten Gesäßtaschen und sonstigem Schnickschnack steckt, einigermaßen einzuschätzen. Kostet diese Hose um die 15 Euro, dann darf die herstellende Person nicht viel daran verdienen. Wenigstens für die Kinder möchte ich nun soviel wie möglich selbst nähen und bin immer froh, wenn ich einen schönen, nicht zu aufwändigen und gut sitzenden Schnitt finde. Ich glaube, dieser Hosenschnitt aus der Ottobre 4/2009 ist so einer. Zum ersten Mal habe ich eine Hose mit Reißverschluss genäht. Ist gar nicht so schwer, wie immer gedacht und meinem Sohn passt sie auch gut. Außer vielleicht, dass die Hose noch eine Nummer zu groß ist, und die Hosenbeine bei Ottobre-Modellen generell zu lang für Simon sind.


Der Feincord war ein Schnäppchen, ebenso wie der wunderbare braun-petrol-farbige Streifencampan, den ich letztens beim Garagenverkauf meines Leib und Magen Stoffdealers erstanden habe. Daraus nähe ich mir gerade ein weiteres Streifen-Langarm-Shirt.
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Das triste Regenwetter da draußen hält uns hier drinnen. Und ich muss mir wieder ein Indoor-Programm überlegen. Ein Programm, das meine beiden kleinen Streithähne davon abhält, beißend, kratzend und zwickend übereinander herzufallen. (Noch 25 Tage bis zum Kindergartenstart! Herr, lass' bitte wenigstens noch an ein paar Tagen die Sonne scheinen!) Fanny und Simon mögen es neuerdings etwas vorgelesen zu bekommen. Mangels passenden Kleinkinder-Vorlesestoffes (bitte nicht zu viel Text auf zu wenige Bilder verteilt), haben wir heute einen Ausflug zur örtlichen Buchhandlung unternommen. Neu in unserem Bücherregal sind nun Henriette Bimmelbahn und ihre kleinen Freunde sowie der Maulwurf, der nicht wusste, wer ihm auf den Kopf gemacht hat. Bestellt haben wir dieses süße Buch, das die Buchhandlung leider nicht vorrätig hatte. Aber so haben wir für die kommende Zeit wenigstens einen Programmpunkt mehr, der hilft, die Kaugummi-Tage zu verkürzen. Ganz weit oben auf der Bücher-Hitliste der Kinder steht zur Zeit übrigens Onkel Tobi, dessen Reime sie inzwischen schon teilweise frei mit aufsagen. Ich lese Onkel Tobi auch sehr gerne vor, denn die Melodie der Reime begeistert mich jedes Mal aufs Neue. 


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Eine Freundin hat mir heute eine Tüte voller "Retrostoffe" überreicht. Eine ihr bekannte, ältere Dame hat ihre diese vermacht, weil sie anscheinend nicht mehr näht. Neuer alter Stoff für neue Kleider und so. Vielen, vielen Dank dafür!



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Heute habe ich es zum ersten Mal gewagt, Simons Haare selbst zu schneiden. Mit dem Ergebnis war ich so zufrieden, dass auch noch Fanny daran glauben musste. Jetzt ist Fannys Lockenpracht viel leichter zu bürsten. Ich hoffe, dass uns nun der zweimal täglich stattfindende Kampf beim Haare kämmen erspart bleibt.
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05.09.10

Äpfel

Heute war Gartentag. Nachdem wir gehackt, ein weiteres Stück des gänzlich von Gras und Unkraut überwucherten geplättelten Wegs freigelegt, den desolaten und hässlichen, gemauerten Grill demontiert und ehemalige Steintreppenstufen, die als Terassen- begrenzungen dienten, aus dem Erdreich entfernt haben, kamen wir also zum eigentlichen Grund unseres Nachmittags im Garten: wir ernteten einen großen Teil der bilderbuchmäßigen Cox-Orange-Äpfel. Der Baum trägt heuer wunderbar große und aromatische Früchte. Leider ist jedoch beinahe jeder Apfel verwurmt. Macht nix, heute Nacht breiten wir sie noch auf den Regalbrettern im Keller aus, und freuen uns über unsere ergiebige Ernte an einem strahlend schönen Spätsommertag. Ich hab' jetzt  schon Muskelkater ...

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28.08.10

Testlauf



Mal wieder ein neues Rezept ausprobiert heute: den Banana Chocolate Swirl Cake à la Madame Cynthia. Ein prima Rezept, wenn die Fruchtfliegen mal wieder Party feiern. In der Obstschale, wo bereits braun-gelbe Bananen langsam vor sich hin gären.

Fazit: Den Kuchen nächstes Mal nicht mit dem Saure-Sahne-Schokoladen-Frosting, aber dafür mit stinknormalem Schokoguss überziehen. Dann wird er richtig gut :-).

Und: Dieses Rezepte-Buch wird überschätzt.

27.08.10

Spanisch für Anfänger

Irgendwann, so dachte ich in analogen Zeiten, werde ich mein Pidgin-Spanisch verbessern. Das Vorhaben wurde heute Nachmittag ad acta gelegt *grmpf*.

26.08.10

Tutorial: Fadenwechsel bei Overlock-Maschinen leicht gemacht

Wahrscheinlich hat jeder Overlock-Neuling mehr oder weniger Respekt vor dem Einfädeln bzw. Faden wechseln an der neuen Maschine. Seit der Overlock-Schulung beim Nähmaschinen-Händler meines Vertrauens, ist das zumindest bei mir nicht mehr so. Uns wurde dort ein toller Trick gezeigt, der das Faden wechseln sehr erleichtert. Vielleicht kennt die eine oder andere diesen "Ziehtrick" noch nicht. Deshalb möchte ich ihn hier zeigen. Los geht's!

1. Zuerst die Fäden kurz oberhalb der in der Overlockmaschine befindlichen Fadenrollen abschneiden


2. Fadenspannung auf "1" runterschieben bzw. runterdrehen

3. Nähfuß anheben und Messer hochdrehen

4. Garnrollen auswechseln und die Fadenenden des neuen Garns mit den in der Maschine befindlichen Fadenenden verknoten. Maschinenfäden verbleiben dabei in allen Halterungen.

5. Das sieht dann so aus:

6. Überstehenden Faden bei allen 4 Fadenpaaren knapp am Knoten abschneiden

7. Und nun beherzt an der Fadenwurst ziehen. Bewegen sich die Fäden durch die Maschine, dann ist das sehr fein, wenn nicht ...

8. ... dann einfach am Rad drehen und dabei an der Wurst ziehen, bis sich etwas tut. Irgendwann löst sich der Widerstand.

9. Beim Ziehen auf die Knoten achten. Bei den Nadelfäden muss aufgepasst, denn die Knoten passen ja nicht durch die Nadelöhre.

10. Deshalb müssen die beiden Fäden, die durch die Nadeln laufen, vor und nach der Nadel abgeschnitten werden. Die beiden anderen Fäden können durch weiteres Ziehen an der Fadenwurst eingefädelt werden.

11. Seht ihr: hier sind die weißen Fäden schon durch.

12. Nun noch die abgeschnittenen Fäden in die Nadeln einfädeln und nach hinten unter den Nähfuß legen.

13. Die beiden anderen Fäden nach links legen.

14. Messer wieder runterklappen, Nähfuß runterklappen

15. Fadenspannung wieder wie gewünscht einstellen

16. Fadenenden zusammen in die Hand nehmen, und während Du auf das "Gaspedal" trittst, daran ziehen. Es sollte dann wieder eine schöne Fadenwurst entstehen.

Weiterhin viel, viel Spaß beim Overlocken. Ich liebe ja dieses Maschinchen...

18.08.10

Bärenjacke

Für Simon habe ich eine Übergangsjacke genäht. Aus braunem Feincord. Gefüttert mit kuscheligem türkisem Baumwoll-Campan. Entgegen der Ottobre-Beschreibung habe ich die Jacke nicht mit Volumenvlies gefüttert, weil das für mein Gefühl etwas "schwitzig" geworden wäre. Die Jacke ist noch etwas groß. So kann mein Bär noch etwas hineinwachsen und viele Kleiderschichten darunter tragen. Vielleicht bekommt Simon noch eine passende Mütze und Schal dazu genäht. Leider hat der gute Petrus das Licht draußen mal wieder ausgeknipst. Die Bilder sind unterirdisch schlecht belichtet.

Stoff: Feincord und Campan von Hilco
Schnitt: Ottobre 4/2010

16.08.10

Kuckuck

Uns gibt es noch. Nur leider bleibt wenig Zeit und Lust für den blog. Eine fiese Erkältung lässt mich seit letzter Woche nicht mehr los, die Kinder sind unternehmungslustig und fordernd. Mir bleibt tagsüber kaum eine Verschnaufpause. Deshalb bin ich abends seeeehr müde, lege die Beine hoch und gehe früh ins Bett. Nur noch 48 Tage bis zum Kindergartenstart. Uff!

31.07.10

Bittersweet

So kann ich die letzten Tage umschreiben. Die Schnuller sind nun tatsächlich seit einer Woche bei der Schnullerfee. Damit einher ging jedoch auch der Verzicht auf das Mittagsschläfchen. Die Kinder wollen das nicht mehr, wohlgemerkt. Von mir aus könnten sie ihre Siesta noch halten bis sie hier ausziehen ;-). Denn was kann man nicht alles machen in zwei kinderfreien Stunden am Mittag. Die beiden werden in den Abendstunden dann doch sehr quengelig und ich bin abends, wenn die Kinder im Bett sind, nur noch erledigt. Deshalb hat das Röckchen für Fanny etwas länger gedauert. Der Schnitt Zucka ist ziemlich aufwändig, und der Unterrock hat mich einiges an Nerven gekostet. Um so mehr freut es mich, dass meine Tochter das neue Werk quasi von der Nähmaschine weg, gleich und sofort anziehen wollte und nun damit Mittagschlaf (!) hält. Irgendwann muss eben doch noch ein bisschen Schlaf nachgeholt werden. Simon hätte, glaube ich, auch gerne so einen Rock. Das schließe ich aus seiner Begeisterung für das Posing vor der Kamera.


23.07.10

Die Spannung steigt ...

... denn heute Mittag haben meine beiden Schnullerjunkies und ich eine Kiste für die Schnullerfee gebastelt. Freiwillig verfrachteten Fanny und Simon sämtliche im Haushalt auffindbare "Akikeis" (so heißen die Schnuller bei uns) in die Box und stellten sie unten vor die Haustür. Gerüchten zufolge soll die Schnullerfee heute Nacht hier in der Nähe sein und als Tauschgeschenk Bonbons, Lollies und Gogelade (Schokolade) da lassen. Das haben sich die Kinder gewünscht. Mein Mann und ich sind schon leicht nervös was das Einschlafen heute Abend ohne Schnuller angeht. Heute Nachmittag haben die beiden bereits ein wenig geschwächelt und verlangten nach ihren Saugern. Bis jetzt blieben wir hart. Mal sehen was ich morgen berichten kann. Es wär ja schon toll endlich diese lästigen Teile loszuhaben *träum*.




Edit:
Einschlafzeit: 30 min. Wir sind erstaunt und gespannt wie's weitergeht.

15.07.10

Apfelkleid

Das Oona-Kleidchen in Größe 86/92 gibt es hier zu kaufen. Ich glaube, meine Tochter braucht dieses Modell auch noch in ihrer Größe :-).


Merkt ihre was? Ja genau, ich kann nicht aufhören nach diesem schönen Schnitt zu nähen. Schlimm, schlimm.

12.07.10

Jetzt reicht's aber!



Noch zwei Oonas sind während der letzten paar Tage entstanden (das geht aber auch rasant mit der Overlock).

Die lila-farbene Oona bekam ein Täschchen aufgesetzt, damit sie nicht zu langweilig wirkt. Außerdem habe ich den Kleidersaum lediglich mit der Overlock versäubert und nicht nochmal abgesteppt.

Das hellblaue Kleidchen ist sehr schlicht, aus einem Restestoff genäht, mit roten Knöpfen und roter Zackenlitze vom Stoffmarkt. Ich finde beide Kleider sehr schön.

Jetzt muss ich mir überlegen was mein Sohn genäht bekommt ...

11.07.10

Zwischenbilanz



  • von den zwölf im April gepflanzten Himbeerstöcken haben ganze fünf überlebt. Die anderen Pflänzlein wurden – laut Diagnose des örtlichen Gartengurus – von einer gemeinen Pilzkrankheit dahingerafft. Von den fünf lebenden Himbeerpflnazen zeigen zwei auch schon wieder Anzeichen eines Absterbens, trotz Behandlung mit einem Anti-Pilzmittel.
  • mittlerweile haben wir ca. zwei Kilo Jostabeeren und ca. acht Kilo Rote Johannisbeeren geerntet. Ein Teil wurde zu leckerem Gelee verkocht, ein weiterer Teil wurde zum Obstquark verarbeitet und der Rest wartet darauf im Tiefkühler zu landen. Die Sträucher werden auch kommende Woche noch einiges hergeben.
  • eine einzige Zucchini-Pflanze hat den heimtückischen Schneckenangriff überlebt. Sie trägt bereits Mini-Zucchinis. Die Hokkaidos und die andere Zucchini sind Vergangenheit. Mistviecher blöde!
  • unsere Nachbarn haben dieses Jahr Laufenten-Nachwuchs bekommen. Aufgrund des Schneckenfiaskos in unserem grünen Paradies, spielte ich tatsächlich mit dem Gedanken ein, zwei solcher putzigen Schneckenvernichtungskreaturen zu halten. Nur: wohin mit den Enten bei eisigem Frost? Und: haben wir tatsächlich Lust darauf im Garten ständig auf Entenköttel zu treten und unsere Kinder zu ermahnen, das Spielen mit diesem Unrat sein zu lassen? Nein, definitiv nicht. Kommende  Saison werden wir es mit Zinkwannen und "ökologisch korrektem" Schneckenkorn auf Eisenoxid (?), -sulfid (?) oder -whatever Basis zu versuchen.
  • dieses Jahr werden wir vor einer Zwetschgenflut verschont bleiben. Die Bäume tragen äußerst spärlich. Halleluja!
  • nachdem die Blütenansätze der Tomaten abfielen und sich keine Früchte entwickelten, holte ich zum wiederholten Mal Rat beim – siehe oben – ein. Er empfahl uns die Pflanzen zu düngen, denn das Abfallen der Blüten sei das Anzeichen eines Mineralstoffmangels. Ich bin ja immer noch der Meinung, dass es sich um eine fehlende Befruchtung handelte, weil sich zu wenig Bienen ins Gewächshaus verirrten und der Wind auch nicht sein Werk vollbringen konnte. Nach zwei Gaben Dünger und täglichem sachtem Schütteln der Pflanzen, haben sie ihre Wuchshöhe um ca. das dreifache vervielfacht und es gibt viele kleine, grüne Tomaten. Juchhee!
  • der Pfirsich- und der Apfelbaum versprechen eine große Ernte. Nachbars Quittenbaum sieht auch nicht schlecht aus :-).
  • die neu gepflanzten Apfel- und Kirschbäume sowie der Sommerflieder entwickeln sich prächtig. Die ersten zwei Kirschen konnten wir bereits ernten, die Apfelbäume müssen wiederholt mit einem Anti-Läusemittel gespritzt werden, und der Sommerflieder hat heute begonnen zu blühen.

09.07.10

Die Erkenntnis des Tages

Nachdem Fanny heute im Garten mit ihrem Gießkännchen die Tomaten gegossen hatte, kam sie zu mir gelaufen und stellte fest: "Die Tomate isst nur Wasser!"

Ich war baff. Und erstaunt, welche Zusammenhänge eine 2-jährige bereits versteht.

08.07.10

Die Sonne brennt, der Käse schmilzt, Bonanza ...

... die Cartwrights reiten auf dem Pferd durch den Hühnerstall u.s.w.

Bei diesen Temperaturen ist die Lust sich an die Nähmaschine zu setzen und womöglich noch Nahtzugaben auf die Seite dampfzubügeln wenig ausgeprägt. Trotz vielseitiger Pflichten in Garten, Küche (die Einmach- und Einfriersaison hat begonnen), vor dem TV (Respekt vor den spanischen Kickern! Die waren gestern eine Klasse für sich und haben mehr als verdient gewonnen) und bei Finanzberatern, wegen dem anstehenden Erwerb einer Immobilie, blieb doch noch etwas Zeit, um Fannys Sommergarderobe zu vervollständigen. Die bereits im Frühjahr gekauften Sommerstoffe haben nun endlich ihre Bestimmung gefunden. Einmal in Form einer schlichten Oona mit Rollsaum, und dann noch in Form eines etwas schickeren Kleides (Schnitt ist aus der aktuellen Sommer-Ottobre). Ich bin nicht wirklich glücklich über das "Apfelkleidchen", und ich fand es sehr schwierig einen zum Apfelstoff korrespondierenden Stoff zu finden, denn Vichy und Pünktchen wären zu unruhig gewesen.



Heute war die neue Herbst-Ottobre im Briefkasten, mit wahnsinnig schönen Übergangsjacken und Kapuzenshirts und -jacken.

***

Gestern haben wir einen Ausflug zur Großmutter in die alte Heimat unternommen. Neben den von Simon gewünschten Pfannkuchen zum Mittagessen, bot dieser Tag für die Kinder ein Highlight nach dem anderen: Eisbecher essen im Eiscafé, Planschen im Marktplatzbrunnen, Klettern auf barockem Gemäuer, Blumenpracht vor dem Barockschloss. Im Märchengarten, der sich übrigens seit meiner Kindheit nur fleckchenweise verändert hat, durfte noch Prinzessin bzw. Prinz auf dem Seerosenthron gespielt werden und das obligatorische Bootle fahren war auch an der Reihe. Voll toll!






04.07.10

Oona die Erste

Meine Tochter hat zu wenig Sommerkleidchen! Während der ersten Hälfte des Jahres ging ich eigentlich davon aus, dass hier nie der Sommer Einzug halten wird. Und so verzichtete ich darauf Sommerkleidchen auf Vorrat zu nähen. Das haben wir nun davon! Muttern setzte sich also gestern nach der hochinteressanten Schulung für Overlock-Neulinge beim Nähmaschinenhändler meines Vertrauens an die Nähmaschine bzw. Ovi (jaaaaa, auch für stinknormale Baumwollstoffe eignet sich das neue Maschinchen bestens) und fertigte in Rekordzeit das neue Leibchen. Stoff ist von hier, Fliegenpilzknöpfe und Velours sind von da, Spitze wurde von dort bezogen. Das nächste Kleidchen ist bereits in Planung.


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30.06.10

Baggerführer Simon

Heute in der Mittagspause habe ich die bereits gut abgehangenen Stoffteile zu einem Ganzen zusammengefügt. Hier ist es, das Sternchen-Langarmshirt mit Baggermotiv für Simon. Das Wichtigste: ihm gefällt's. Und beim Anblick und der Anprobe des Shirts musste mein süßer Spatz mehrmals vehement "Mama näht!" (= das hat Mama genäht) verkünden. Ist er nicht zum Anbeißen?

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29.06.10

Einerseits und andererseits

Seit einigen Wochen spielen wir mit dem Gedanken, nein, sind wir sicher, uns hier vor Ort eine Wohnung kaufen zu wollen. Am Donnerstag geben wir unseren Antrag auf Förderung ab. Gegenüber von unserer jetzigen Mietwohnung soll das neue Domizil sein, 4 Zimmer, 106 qm mit einem kleinen Spielplatz vor der Tür, in unserer lieb gewonnenen Nachbarschaft, mit kurzen Wegen zur Arbeit, zum Kindergarten, zum Einkaufen, zu Bus, S-Bahn etc. Schmerzhaft ist der horrende Preis, den wir für diese Wohnung zu zahlen haben.

In den letzten Tagen beschleicht mich das Gefühl, dass diese Wohnung doch nicht das Richtige für uns ist. 4 Zimmer sind zu wenig, ein 11-qm-Abstellraum zu klein für eine 4-köpfige Familie und bei der Finanzierung ist nicht einmal viel Geld für eine schöne Küche übrig. Für den Wohnungspreis könnten wir uns auf dem Lande (mit S-Bahn-Anschluss) ein Häuschen mit Garten leisten. Gestern Abend war ich überzeugt davon, doch aufs Land ziehen zu wollen, um mehr Platz für uns zu haben, Heute sieht's schon wieder anders aus. Selten ist mir eine Entscheidung so schwer gefallen. Man kann gespannt sein, wo wir schließlich landen werden.

24.06.10

Süßes Früchtchen

So! Die neue Overlockmaschine ist getestet. Das Jersey-Nähen macht gleich doppelt soviel Spaß wie an der "normalen" Nähmaschine. Beinahe hätte ich sofort einen Rollsaum fabriziert, aber ich wollte zuerst ein schlichtes Shirt nähen. Fanny kann nun zu ihrem beinahe täglichen Erdbeerverzehr von 500 g (!), auch das passende T-Shirt versauen tragen. Aber geht es euch auch so, dass ihr nicht genug haben könnt von den leckeren Früchten?


Quelle der Inspiration für das Erdbeershirt war ein weiteres Mal Frau Hamburger Liebe, und Frau Linababedieerste.

Für unsere Kinder liefert der derzeitige Gebäudeabriss vor unserem Wohnzimmerfenster auch ausreichend Inspiration, um unser Wohnzimmer beinahe vollständig in eine Ecke zu entrümpeln *grmpf*. So lange hier bei uns noch keine Fenster klirren wie gegenüber, ist ja noch alles OK...


22.06.10

Ich war eine Bluse

Der Schnitt hat sich bewährt. Deshalb entstand gestern Abend endlich die dritte recycelte 3/4-Hose. Auf den Rückseiten der Hosenbeine sind noch die Abnäher der ehemaligen Bluse zu erkennen. Sie werden hoffentlich mit der Zeit etwas verblassen. Diesen Ottobre-Schnitt kann ich wirklich empfehlen: ohne viel Schnickschnack, jedoch mit Taschen für wichtigen Kleinkram, weit und luftig geschnitten, und ohne Reißverschluss, was das Hosen nähen um ein Vielfaches unkomplizierter macht.

Meine neue Ovi habe ich immer noch nicht eingeweiht. Denn neben den zugeschnittenen Hosenteilen, rief die Pflicht :-). Morgen dann hoffentlich Einweihung des neuen Maschinchens ...

20.06.10

Mädelswochenende

Ein wirklich schönes und ereignisreiches Wochenende habe ich gemeinsam mit zwei Freundinnen erlebt. Die eine kam aus Hannover angeflogen, die andere aus Hessen Bayern angereist. Wir haben viel getratscht, gelacht, geschlemmt, waren shoppen, und haben nebenbei etwas die Stadt erkundet. Für mich war es mal wieder schön meine Heimat von oben zu genießen, und lieb gewonnene aber inzwischen selten besuchte Ecken der Stadt zu erleben.


Dramatischer Himmel über Stuttgart, kurz vor dem Regenguss
Großes Hallo: Schwäbisches Wildlife wird dokumentiert
Kurz vor der absoluten Unterzuckerung: der rettende Hafen unserer Frühstückstafel
Herrlich gefeixt
Kino, Kino
"Vin.cent will Me.er" (ein sehr zu empfehlender Streifen)

Liebe Anette und Silke: es war wirklich klasse mit euch beiden, und ich freue mich schon sehr auf die Treffen, die folgen werden. Und wieder einmal muss man der wunderbaren Erfindung des Internets dankbar sein. Denn ohne das WWW wären wir uns doch sicher nicht über den Weg gelaufen, oder?