27.08.12

Der Rechtsverkehr hat uns wieder!

Nach beinahe 3 Wochen Linksverkehr auf der britischen Insel "mussten" wir uns gestern, back on the continent, wieder an die hiesige Fahrweise gewöhnen. Nicht nur die alte Straßenseite hat uns wieder, sondern auch die aggressive Fahrweise manch deutschen Straßenrambos (der vorzugsweise Fabrikate aus Süddeutschland, die keine 15 km von hier gefertigt werden, zu steuern scheint).

Aber Schwamm drüber. Denn wir haben eine wunderschöne Zeit in England verbracht. Drei Tage rund um London bei der Verwandtschaft und zwei Wochen an der cornischen Nordküste. Die lange Fahrt bis an den westlichsten Zipfel der britischen Insel hat sich gelohnt. Denn wo sonst in Europa gibt es so höfliche und humorvolle Menschen, die man auch noch sehr gut versteht und mit welchen man nette Konversation betreiben kann (leider beherrsche ich nur die englische Sprache "fließend"), so eine abwechslungsreiche Küste, wild aber dennoch perfekt für unsere Kinder, so schöne Gärten, so pittoreske kleine Hafenstäde (die jedoch leider im August total überlaufen sind) und Tage, an denen man wettertechnisch außer Schnee und Frost so ziemlich alles geboten bekommt und dennoch ein Strandbesuch möglich ist? Nirgendwo sonst als in Cornwall, behaupte ich jetzt einfach mal.

Es war unser erster großer Urlaub gemeinsam mit den Kindern und es hat prima funktioniert. Außer Stadtbesichtigungen und Wanderungen auf dem Küstenpfad, hier streikte unser Nachwuchs regelmäßig schon nach kurzer Zeit, war eigentlich alles möglich. Das Strandleben war fantastisch, der Nordatlantik sogar ohne Wetsuit bei 17 °C Wassertemperatur erträglich. Fanny und Simon mochten ihre Neoprenanzüge gegen Ende gar nicht mehr anziehen, sie haben sich einfach in der Badehose und bewaffnet mit ihren Body Boards in die Brandung gestürzt. Falls die Wasserratten nicht im Meer waren bauten sie Staudämme aus Sand, um den in die Bucht mündenden Wasserlauf aufzustauen oder gruben tiefe Löcher in den Sand. Das bedeutete freie Zeit für mich, in der ich ungestört lesen konnte. Tagsüber Bücher lesen, das hatte ich schon lange nicht mehr...

Strandleben und mehr:













An regnerischen Tagen machten wir Ausflüge, u.a. nach Padstow, Falmouth, Megavissey, Newquay und Tintagel.

Hafen von Megavissey


In den "Lost Gardens of Heligan". Könnte auch irgendwo in den Tropen sein ...


"Bedruthan Steps". Der Sage nach, soll der Riese Bedruthan diese Felsen als Treppe benutzt haben, um aus dem Meer zu steigen.


In Tintagel faszinierten uns ganz besonders die Überreste der sagenumwobenen Burg "Camelot" des König Artus. Die Burg muss riesig gewesen sein und ihre Lage auf einer Klippe hoch über dem Meer ist sehr beeindruckend.





Padstow mag zwar ein nettes Fischerstädtschen sein, aber vom Fischfang und dem ursprünglichen Leben ist dort nicht mehr viel zu sehen. Absolut auf den Tourismus sind die Ladengeschäfte dort ausgerichtet. Neben zig Teehäusern, die "Cream Tea" anbieten finden sich Gift Shops, Fressbuden, überteuerte Bekleidungsgeschäfte. Zum Glück haben wir die etwas abseits liegende Kirche entdeckt. Darin wurde gerade eine Quilt Ausstellung von sehr netten Damen vorbereitet, die uns noch Prideaux Place empfahlen. U.a. mit dem Hinweis, dass dieses Anwesen wohl schon des öfteren als Rosamunde Pilcher Filmkulisse diente.




Ein besonderes Schmankerl bescherte uns unsere Vermieterin, indem Sie uns ein paar ihrer selbst gefangenen Makrelen schenkte. Als durchschnittliche Mitteleuropäer vom Festland hatten wir jedoch noch nie einen Fisch ausgenommen. Geht aber ganz leicht. Und der Fisch schmeckte fantastisch!


Abfahrt auf der Autofähre bei schönstem Sonnenschein:


In Großtantes Garten:


23.06.12

Deutsche und Griechenländer


Das Fußballfieber ist nun auch beim Nachwuchs ausgebrochen. F. läuft ja nur noch in Fußballer-ähnlichem Outfit 'rum. Da sie sich weigert Socken anzuziehen und lieber barfuß in die heiß geliebten schwarz-pinken (!) Nikies steigt, stinken beide (Füße und Schuhe) hundserbärmlich. History's repeating, nicht war? (Ich denke da immer an meine Jugendzeit, als es totaaaal angesagt war barfuß in die Chucks zu steigen. Füßlinge gab es damals noch nicht ... uuaaaah)

Die beiden spielen inzwischen sehr gerne Fußball, und es macht Spaß dabei mitzumachen. Alles absolut chaotisch, aber oberniedlich. Am liebsten nehmen wir dazu den pinken Filli-Ball, denn der ist so schön leicht.

Zum Kringeln waren gestern Abend beim Viertelfinale auch einige Kommentare der Kinder. Denn sie durften die ersten Halbzeit anschauen. So meinte S.: "Gell Mama, die Deutschen gewinnen aber die Griechenländer nicht". Er sollte recht behalten.

21.06.12

Schöner Ruhen

Ich habe das neue Doppelstockbett meiner Kinder ja hier bereits angesprochen und gezeigt. Ein neues Bett war wirklich überfällig, denn die beiden schliefen immer noch in ihren viel zu klein gewordenen Babybetten. Wir hatten die Neuanschaffung vertagt bis zum Einzug in die neue Wohnung, und haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Das Bett war nicht wirklich günstig, aber man kann daraus, mit einem kleinen Aufrüstungsset, zwei Hochbetten basteln.

Tja. Bis jetzt schlafen die Geschwister hartnäckig zusammen in der unteren Etage, das obere Bett wird lediglich zum Klettern benutzt. Das haben wir uns eindeutig anders vorgestellt! Ich bin gespannt, ob die obere Etage jemals von den beiden zum Schlafen benutzt wird.

Nun bin ich endlich dazugekommen, nach den bereits kurz nach dem Bettenaufbau hergestellten Sternchenvorhängen, den schon lange auf meiner Nähliste stehenden Baldachin zu nähen. Aus einem der geliebten, weil zeitlosen I.KEA-Streifenstoffe. Jetzt fehlt nur noch ein Steuerrad und dann können F. und S. lossegeln.


Wen's interessiert: das Bett ist von hier.

19.06.12

Dilemma

Nachdem sich meine Tochter seit einiger Zeit auf "ganz kurze Hosen" eingeschossen hat und zahlreiche Röcke und Kleidchen ungetragen im Schrank ein trauriges Dasein fristen (ich denke darüber nach die Sachen zu verschenken *schluchz*), bin ich auf der Suche nach Shorts, die nicht kurz unter der Po-Backe enden, aber auch nicht aussehen wie Trainingshosen. Außerdem möchte ich für eine Hose nicht ein kleines Vermögen ausgeben, denn Madame braucht derer viel, der Verschleiß ist enorm.

Das Tutorial von der Hamburger Liebe kam mir da gerade recht. Zuerst musste ich aber noch den Schnitt für die Größe 122/128 anpassen. Dazu habe ich mir einen Schnitt aus der Ottobre auf dem Schnittbogen angeschaut, und Pi x Daumen die Zugaben übernommen.



Das Nähen von Jersey mit dem Geradstich der Nähmaschine erzeugt bei mir nach wie vor kleine Wellen, weil es kein elastischer Stich ist. Es ist mir ein Rätsel wie sich bei dieser Technik der Jersey nicht wellen soll. Für Tipps in dieser Hinsicht bin ich sehr dankbar.

Mit dem Ergebnis bin ich einigermaßen zufrieden, beim nächsten Modell werde ich die Fadenfarbe jedoch der Farbe des Einfassstreifens anpassen ... die Schlenker in den Nähten sind dann nicht so gut sichtbar.

10.06.12

1 Woche Urlaub

...liegt hinter mir. Und wir haben ganz schön viel unternommen. Freibad fiel mal wieder flach, denn das Wetter spielte nicht mit. Die Schafskälte machte dieses Jahr ihrem Namen alle Ehre. Das Gardinenproblem und die chaotische Kellersituation sind zwar immer noch vorhanden, aber: Who cares?

Am Dienstag Morgen kam die Kindergartengruppe meiner Kinder zu Besuch. Auf Wunsch des Sohnes, der die Gruppe hierher führen durfte und stolz wie Bolle war. Das neue Bett war DER Hit! So eine Art Indoor-Spielplatz auf kleinstem Raume.


Am Donnnerstag dann Fahrradausflug zu einem der coolsten Spielplätze der Gegend. Davor mussten wir noch zwei Kindergärten im gleichen Stadtbezirk abradeln, in die vor kurzem eingebrochen wurde. Davon hatte ich am Abend zuvor S. erzählt und er fand dieses Thema (Einbrecher! im Kindergarten!) derart faszinierend und spannend, dass er darauf bestand, die Tatorte live zu observieren. Das war ein großes Abenteuer!


Am Freitag besuchten wir zum ersten Mal in diesem Jahr den Märchengarten im Ludwigsburger Blühenden Barock. Aber sicher nicht zum letzten Mal, denn: wir haben eine Dauerkarte.




Zwischendrin, bei Schlechtwetterphasen, gab es immer mal wieder kreative Schübe im heimischen Wohnzimmer. F. hat immer noch Glitzer auf der Kopfhaut und in den Topfpflanzen auf dem Balkon habe ich auch Glitzerpulver entdeckt (und auch im Bett, in den Schuhen und in der Kaffeetasse).


Heute morgen habe ich in der Sonntagsausgabe unserer Zeitung von mittelalterlichen Handwerksdarbietungen auf dem Wäscherschloss gelesen. Weil wir noch nichts vorhatten und der Keller eh noch warten kann (hüstel), haben wir einen kleinen Ausflug ins Stauferland und nach Lorch unternommen. Von der "Wurzel der Stauferdynastie" und den mittelalterlichen Webtechniken habe ich leider keine Bilder (hochinteressant war die Herstellung der Webbänder) aber vom Ausflug in den benachbarten Wald mit Pfeil und Bogen-Schnitzen...


... Baum hochklettern ... 


... und Weiterfahrt nach Lorch, zu einem rekonstruierten Wachturm am Limes, denn, hört hört, in Lorch befand sich der ...


... der Limesknick.


Das Kloster Lorch haben wir auch besichtigt. Dort wurden teils die großen Stauferkaiser und -könige bestattet. In einer wunderschönen schlichten Klosterkirche ...


... romanischen Ursprungs.


Und morgen wird uns der Alltag wieder haben. Schade.

28.05.12

Neues von der Nähfront

Die Lage hat sich etwas entspannt. Unser neues Heim ist eingerichtet, neuer Tisch und neues Sofa sind bestellt, ein paar Kleinigkeiten fehlen zwar noch, aber das hat Zeit. Die Gardinenfindung wird sicher noch zäh werden. Das ist ein ziemlich schwieriges Thema, am Ende werde ich wohl die Rollos selber nähen.

Anfänglich fühlte ich mich in der neuen Wohnung wie im Hotel. Alles so neu und modern und so gepflegt. Weil ich uns dieses Gefühl etwas bewahren möchte, lege ich nun etwas mehr Elan in punkto Putzen an den Tag. Das macht einfach mehr Spaß im Eigenheim, aber über kurz oder lang muss wohl doch eine Putzhilfe her. Zeit ist Mangelware.

Vor den Rollos nähe ich uns aber noch ein paar schöne Kleider. Mir habe ich ein neues Streifen-Shirt genäht. Und den Kindern wurde die Sommergarderobe etwas aufgestockt.


Das neue Sommerkleid der Tochter ist aus einem "Japanstoff" von Hilco, nach einem Schnitt aus einer alten Ottobre genäht. Glücklicherweise hat sie es heute angezogen. Ich war da etwas skeptisch, weil ja gegenwärtig eher Fußballeroutfits bei der jungen Dame angesagt sind ...


Der Sohn turnt hier mit seinem neuen Raglan-Shirt auf und an dem neuen Doppelstockbett herum. Beides, das Bett und das Shirt (letzeres, ganz wichtig, in SCHWARZ/weiß), gefällt.



Und auch F. hat ein Sommerteilchen aus dem coolen "Fischenstoff" bekommen. Der Schnitt ist von Farbenmix und die "Fischenstoffe" sind von ... das wisst ihr ja eh alle. Ganz besonders F. freut sich, ihr neues Strandkleid im Sommerurlaub an der englischen Atlantik-Küste ausgiebig zu zeigen. Möge der Wettergott uns hold gestimmt sein. Das weiß man ja nie dort oben, habe ich mir sagen lassen.

20.05.12

Xenia



Zum ersten Mal habe ich Xenia genäht. Recht simpel und schnell zu nähen. Den Stoff habe ich schon eine kleine Ewigkeit in der Stoffkiste. Ich finde, hier kommt er recht gut zur Geltung. Die kleine Madame steht allerdings seit geraumer Zeit auf Fußball und damit auf ihre "Naikies" (O-Ton), bis kurz unters Knie hochgezogene Strümpfe (selbst bei hießigen Temperaturen über 25 Grad Celsius) und kurze Hosen. Gleichzeitig möchte sie aber auch gerne ins Ballett gehen ... in meinen Augen zeigt sie für den Ballsport jedoch weit größeres Talent.

03.04.12

Boah geht das schnell!

Eben war der Techniker von der Tel.ekom da. Nun surfe ich zum ersten Mal in der neuen Wohnung. Nicht dass ich dazu wirklich Zeit hätte, aber Frau muss schließlich testen, ob der Techniker auch ganze Arbeit geleistet hat. Und, hey, wie schnell die Internet-Verbindung plötzlich ist. Modernes Haus, moderne Kommunikation. Die Seiten bauen sich unglaublich schnell auf, die Mails sind blitzschnell abgerufen.

Nicht nur der Seitenaufbau hat sich hier verbessert. Das Kochen per Induktion erzeugt täglich aufs Neue Jubelschreie. Meinen Kaffee koche ich jetzt morgens in einer Minute. Ich bevorzuge ja die Bialetti-Variante auf dem Herd. Kaffee braucht eine halbe Minute, heiße Milch 1 Minute. Spaghetti-Wasser kocht so schnell, dass ich nicht mal mehr Zeit habe mir nach dem Büro während der Zeit die Schlunz-Klamotten anzuziehen. Hach, bis jetzt hat der Umzug nur Vorteile gebracht. Mal sehen wie die neuen Nachbarn sind :-).

So und nun muss ich die "vertrödelte" Zeit wieder reinholen. Die Umzugskisten warten.

01.04.12

Mitten im Umzugschaos ...

... stecken wir. WLAN haben wir nur in der "alten" Wohnung. Ich warte gerade darauf, dass der Mann hilft, die restlichen Umzugskisten über die Straße zu fahren. In den letzten Kisten befinden sich die Küchenutensilien und Vorräte. Ja, die neue Küche ist eingebaut in der neuen Wohnung und ich bin ganz aus dem Häuschen darüber. Sie sieht toll aus und wenn sie fertig eingerichtet ist, poste ich auch mal ein Bild von ihr.

Gestern habe ich die erste Dusche "genommen". Ich hab' fast geheult in der neuen bodengleichen Dusche mit einem heißen (!) Wasserstrahl, der auch nicht nur ein Rinnsal ist. Nun wird mir bewusst wie bescheuert es war, in der "alten" Dusche zu duschen. Die befand sich in der Badewanne, den Duschkopf musste man in der Hand halten und der Duschvorhang klebte andauern an hervorstehenden Körperteilen. Im Winter war das Wasser lauwarm *schlotter*. Leute, die neue Wohnung ist großartig! Obwohl noch sehr, sehr chaotisch.

Vielen Dank für die lieben Kommentare auf den letzten Post. Ich habe nun meine Linkliste aufgeräumt. Und werde versuchen, die kommerziellen blogs links liegen zu lassen. Meine Damen, ich freue mich auf eine gemeinsame Zukunft mit euch :-).

29.03.12

Irgendwie ...

... beschleicht mich immer mehr das Gefühl in ehemals gern gelesenen blogs nur noch Werbung verpackt oder getarnt als private Postings, für neue Stoffe, neue Bücher, neuen Schnickschnack zu finden. Macht keinen Spaß mehr, wirklich. Ich glaube, das war's dann auch hier ...

01.03.12

Ich lese wieder!


Und das hat einen guten Grund (auf den ich aber auch gerne verzichten würde): vor 3 Wochen habe ich mir den Arm gebrochen. Und da ich nun viel freie Zeit habe, denn Büroarbeit, Hausarbeit oder gar Nähen gehen einarmig kaum bis gar nicht, verbringe ich viele Stunden mit Büchern, die ich schon lange einmal lesen wollte. Aktuell und kurz vor dem Ende (leider) kann ich mich kaum von "Zwei an einem Tag" von David Nicholls losreisen. Das Buch handelt von einem Paar (Freunde? Mehr als Freunde? Für einander bestimmt?), das einfach nicht zusammenfindet ... schlechtes Timing noch und noch. Wunderbar humorvoll und rührend.

Und da ich nun schon wie wild lesend unterwegs bin, kann ich guten Gewissens – endlich – den Fragebogen gefunden bei "Die lesende Minderheit" bearbeiten. (Inspiriert von der Rehkönigin.)


Gebunden oder Taschenbuch?
Taschenbuch. Wenn ich wüsste, das ein Buch genau meinen Geschmack trifft, würde ich es auch in gebundener Form kaufen. Aber wann weiß man das schon im Vorraus? Und: Bücher lese ich selten ein zweites Mal.


Amazon oder Buchhandel?
Beides. Eher Amazon, weil bequemer.


Lesezeichen oder Eselsohr?
Also nee, Eselsohr, das geht ja gar nicht. Lesezeichen natürlich.


Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Nach Farbe



Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Manche Bücher behalte ich. Das sind die, die ich besonders gerne gelesen habe. Manche verschenke ich. Das sind die Bücher, die bestimmte Lebensphasen begleitet haben (Schwangerschaftsliteratur, Mountainbike-Trainingsbücher, Lauftrainingsbücher, Babybücher, Fachliteratur). Viele Bücher habe ich auch schon weggeworfen. Besonders gerne bei Umzügen. 


Kurzgeschichte oder Roman? 
Roman


Harry Potter oder Lemony Snicket?
Ähm, weder noch. Wer, bitteschön, ist Lemony Snicket?


Kaufen oder gebraucht? 
Kaufen


Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern? 
Alles


Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Beides ist gut. Allerdings besteht beim Cliffhanger die Gefahr, dass ein Großteil des Werks schon vergessen ist, bis der nächste Teil erscheint. Was ja eigentlich kein Prädikatsmerkmal ist. Geht es euch eigentlich auch so, dass ihr die Inhalte von Mankell-Krimis durcheinanderwürfelt und den Inhalt nach einiger Zeit nicht mehr den Titeln zuordnen könnt?


Morgens, mittags oder nachts lesen?
Wann ich Zeit und Muse dazu habe. Im Vollbesitz meiner Kräfte am ehesten nachts, weil ich morgens arbeite und mittags meine Kinder betreue oder Hausarbeit etc. zu erledigen habe.


Lieblingsbuch des vergangenen Jahres? 
Öhm, letztes Jahr habe ich kaum gelesen. Und das, was ich gelesen habe, fand ich nicht besonders gut (ich erinnere mich ungern an "Nachtzug nach Lissabon" ...  schrecklich zäh).


Welches Buch liest du gegenwärtig? 
Siehe oben. "Zwei an einem Tag". Absolut empfehlenswert. Auch die Art der Übersetzung gefällt mir. Davor habe ich "Engel im Schnee" von Stewart O' Nan gelesen. Die Story hat mich sehr interessiert, jedoch war die Übersetzung anfänglich sehr gewöhnungsbedürftig, weil nicht perfekt. Oder sagt ihr etwa: "Ich wünschte, ich könnte dies oder das tun"?


Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
"Der Schatten des Windes" von Carlos Ruiz Zafón 
"Owen Meany" von John Irving

22.01.12

Stripe-O-Rama

Yo, da sind sie wieder. Neue Streifen-Shirts aus dem Hause babska. Ich frage mich, was ich in ferner Zukunft denken werde, beim Betrachten der Bilder aus der Gegenwart. Streifen über Streifen, an Kindern und Frau.

Nichtsdestotrotz schwelge ich auch weiterhin der  in den vielfältigen Farbkombinationen, die der geliebte Streifencampan Saison für Saison neu zu bieten hat. Solange die Kinder es mögen, werden hier auch weiterhin neue Streifen-Shirts produziert werden.

Der Sohn steht seit geraumer Zeit auf die Farbe schwarz. Seine gemalten Bilder aus dem Kindergarten sind .... schwarz. Und alle Kleider sollten auch schwarz sein. Und die Ritterrüstung selbstverständlich auch. Und das Drachen-Shirt, welches Muttern für den kleinen Drachenfreund anzufertigen hat. Gewünscht war ein Drache, der ganz viel Feuer spuckt. Simon durfte sich den Stoff selbst aussuchen, denn das Kleidungsstück soll ja getragen werden, und nicht im Schrank vergammeln.



Und da ich noch einen Schnitt aus der neusten Ottobre für die Tochter ausprobieren wollte, musste unbedingt noch eine weiterer, neuer Streifenjersey unter die Nadel.


Fazit der gestrigen Nähaktion: der neue Raglanschnitt wird sicher nochmals genäht, die Jersey-Tunika für die Tochter wohl eher nicht.

09.01.12

Use what you have ...

...oder auch Resteverwertung war während der letzten beiden Urlaubstage angesagt, denn morgen beginnt er wieder, der Agenturalltag.


Von links nach rechts: T-Shirt für F. aus dem letzten Erdbeer-Jersey-Rest. Schnitt: Antonia verlängert. Noch ein T-Shirt für die Tochter, auch kurzärmelig, denn Longsleeves hat sie mehr als genug, auch aus Resten, (Lieblings-)Schnitt: Ottobre 1/2011. Warme, mit Teddyfell gefütterte Fleece-Mütze für den Sohn. Schnitt: Greta. Zuletzt eine Amelie aus einer meiner abgelegten, da kaputten Jogginghosen vom Kaffeeröster. 

Antonia, Amelie und das Shirt aus der Ottobre sind eindeutig meine Favoriten für F. Sie braucht es eben etwas weiter und großzügiger geschnitten. Klein-Fanö geht gar nicht, weil es dann doch am Bäuchlein etwas spannt. 

30.12.11

Willkommen in der Zukunft

Wow! Seit neuestem hören wir ausschließlich Radio über's Internet. Und zwar mit diesem schicken Teil:

Unser analoger Radio-Hifi-Baustein hat schon seit langem das Zeitliche gesegnet. Überbrückt habe ich diese "radiolose" Zeit (ich bin ein großer Fan der Sendung "Leute" auf SWR1) mit meinem MacBook, das ich dann immer umständlich an unsere Mehrfachsteckdose neben dem TV anschließen musste (Kindersicherung!), mit fürchterlichem Sound ... aber es geht, wenn man sich nicht sicher ist, was nun an die Stelle des uralten Radio-Bausteins treten soll. Diese Überlegung hat sage und schreibe beinahe 1 Jahr gedauert. Soviel zu meiner Entscheidungsfreudigkeit.

Tiv.oli stand ja ganz lange ganz weit oben. Nachteil: unpraktisch und wir hätten unsere alten aber immer noch sauguten Boxen in den Müll werfen können. So ein Solo-Internetradio, das verloren auf dem Regal rumsteht kam gar nicht in Frage, da hässlich. Also dann eine neue komplette, aber kompakte Stereoanlage (die ungefähr ein Viertel der Größe unserer alten Anlage hat). Aber welche und auch hier: alte Boxen ade.

Gestern schleppte ich mich schließlich widerwillig in den Elektro-Großmarkt vor Ort, den ich eigentlich boykottieren wollte (wegen der immer bescheuerter werdenden Werbekampagnen. Die letzte Kampagne hat an Scheußlichkeit alles getoppt  ... aber das ist ein anderes Thema), aber es ist ja so praktisch; landete aber zuerst in der Digitalkameraabteilung, wo ich eine besonders fundierte Beratung über meine potenzielle neue Spiegelreflexkamera (nur im Traum, haha) bekam (ich weiß nun, welches Modell ich mir im Traum wünschen darf), wagte dann aber den Sprung in die Stereoanlagenabteilung, ahnend, das ich auch dieses Mal wieder mit leeren Händen, aber wieder neuen Ideen im Kopf heim gehen würde.

Pustekuchen! Auch hier wieder eine äußerst nette Beratung (das war ich in dieser Form von diesem Einkaufsgeschäft nicht gewohnt) und ich bin am Den.on RC.D-N7 hängen geblieben. Voll schick, voll kompatibel zu unseren alten Boxen, mit Docking-Station für den IP.od und voll tolle Auswahl an Radiostationen auf der ganzen Welt. Mit brilliantem Klang. Gestern Nacht habe ich schon meinem geliebten Alternative-Radiosender aus Oregon, West Coast namens KRNK, in voller Stereoqualität lauschen dürfen. Zukunft, Du hast in unserem Wohnzimmer Einzug gehalten.

06.12.11

In bed with croco ...


... ist schon seit einiger Zeit mein kleiner, nach Krokodilen verrückter Sohn. Er hat sich den Stoff für den neuen Schlafi  ja bereits vor einer halben Ewigkeit ausgesucht, nichtswissend, dass er auf diesen Stoff sehr, sehr lange wird warten müssen. Umso schneller musste Muttern nach Eingang der Krokostofflieferung das wertvolle Stück Jersey waschen, zuschneiden und nähen. Gewissermaßen turboschnell. Haben Sie schon einmal versucht einem 4-Jährigen zu erklären, warum Stoff vor dem Nähen gewaschen werden sollte und pitschnasser Stoff, frisch aus der Waschmaschine, nicht dazu taugt vernäht zu werden? Nein? Dann haben Sie sich einige Nerven gespart ...

Der Schlafi wurde übrigens nonstop 10 Tage lang nachts getragen. Und ist heißgeliebt. Wie schön!

04.12.11

Initiative Sonntagssüß: (Jumbo-)Dominosteine


Heute in der Weihnachtsbäckerei bei Familie babska: Herstellung von Dominosteinen nach einem alt bewährten Familienrezept. Glücklicherweise zeigte nur die Tochter Interesse am Gutsle backen. Gestern halfen beide Kinder beim Ausstecherle und Spitzbuben backen mit und ich war dem Nervenzusammenbruch nahe. Die Kinder, glaube ich, auch, weil sie nicht so durften wie sie wollten ... Aber ich wollte eben noch gestern damit fertig werden.


Außerdem haben wir heute noch Haselnussmakronen fabriziert, oder eher Jumbo-Haseknussmakronen. Denn der Teig war etwas zu "wässrig", so dass die Makronen im Herd zu Plätzchen in Tellergröße zerlaufen sind. Ich glaube das war's dieses Jahr. Zum ersten Mal seit Geburt des Trouble Doubles, dass wir über eine Sorte hinaus gekommen sind.

25.10.11

Etwas aus GirAffen machen!


Das war heute das Motto unseres vollständig in der Wohnung verbrachten Nachmittags. Die Tochter sollte nicht raus in die Kälte, weil sie sich ein Blasenentzündung zugezogen hat. Also wagte ich das Experiment *Nähen trotz anwesender, wacher Zwillinge*.

Der Sohn durfte das Overlock-Pedal bedienen, was erstaunlich gut funktionierte und Fräulein F. assistierte mir beim Faden abschneiden und Nähutensilien reichen. Die ganze Familie liebt diesen neuen Schlafanzug. Fanny durfte sich den Stoff im Internet selbst aussuchen. S. muss leider noch warten, denn sein auserwählter Stoff hat leider Lieferverzögerung ... ja richtig, er wünscht sich einen Krokodilsschlafi mit Pieps.

Stoff: GirAffe von Hamburger Liebe
Schnitt: Ottobre 5/2010

24.10.11

Glücksbringermützen



Ich konnte mich nicht entscheiden. Deshalb habe ich mir und den Kindern gleich drei Farbvarianten des Glücksklee-Stoffes gegönnt ... Als erstes mussten neue Wintermützen her, in unserem Mützen-Lieblingsschnitt. Der Rest wird wohl zu neuen Shirts verarbeitet. Ich bin bereits mehrmals auf die neuen Klee-Mützen angesprochen worden. Kein Wunder, denn Stoff und Schnitt sind glücklich machend.  

17.10.11

Mariluz




Das ist Fannys neuer Übergangsmantel: genäht aus einem funky Feincord, gefüttert mit kuscheligem dunkelrotem Polarvlies, der noch in einer meiner Stoff-Vorratskisten lagerte. Es war noch genügend Stoff übrig für die Mütze zum Mantel (einmal mehr inspiriert durch die Hamburger Liebe).

Manchmal zieht meine Tochter die Mütze sogar auf, jedoch weitaus seltener als ich mir das vorgestellt habe ...

Gemeinsam getragen mit einer erst kürzlich genähten Cordhose (noch kein Bild vorhanden), die einen sehr weiten Schnitt hat und eigentlich für den Sohn gedacht war, sieht Fanny ein bisschen aus wie ein kleiner Strolch aus den 20er Jahren (erinnert sich noch jemand an die schwarz-weiß Sendung im TV der 70er Jahre?). Sehr burschikos und Lausbub-mäßig und sehr knuffig.

Die Eulentasche habe ich schon vor einer ganzen Weile auf Fannys speziellen Wunsch hin genäht. Der Schnitt stammt von Bettina Bruder, und wäre die ganze Appliziererei nicht so aufwändig, dann würde ich mit der Tasche wohl in Serie gehen :-).

Stoff: Hilco (Cord) und Stoff & Stil (Polarvlies)
Schnitt: Mariluz von farbenmix


03.10.11

Ein letztes Mal ...

... haben wir heute den Sommer ausgiebig genossen. Wir waren auf meinem Lieblingsberg auf der Schwäbischen Alb und haben...

... Blumen gepflückt und ...


... vergeblich versucht den Maulwurf auszubuddeln und ...

... Rote Würste über dem Feuer gebraten und ...


... die Aussicht genossen und ...


... Boule gespielt und ...


... Luxus-Jägerhochsitze erklommen und...


... faul im Schatten gelagert, denn in der Sonne war's auf Dauer viel zu warm und ...


... uns gegenseitig die Welt erklärt.

Seit Jahren liebe ich es auf den Filsenberg zu gehen, sei es völlig verkatert an Neujahr in eisiger Kälte, alleine zeichnend im Hochsommer oder Orchideen bewundernd kurz vor der ersten Mahd, wandernd mit Freunden oder dem Liebsten oder radelnd in Studentenzeiten oder am Aussichtspunkt philosophierend bei einer Flasche Wein die laue Sommernacht genießen. 

Heute war also Premiere in ganz besonderer Hinsicht: zum ersten Mal gemeinsam mit unseren Kindern waren wir dort oben und haben den fantastischen Spätsommer genossen, mit allem was dazu gehört. Unseren beiden "Großen" hat's gefallen und das nächste Mal werden wir wohl ein Kosmos-Pflanzen-Bestimmbuch dabei haben. Habt ihr auch einen Lieblingsort, an den ihr immer wieder gerne "zurückkehrt"?

Der Herbst darf jetzt kommen, oder?

25.09.11

Mandarinentorte mit Weiße-Mäuse-Füllung

Huhu, ein kleiner Wink aus dem Off.

Ich könnte euch jetzt Bilder von Zwiebelkuchen, Schneewittchentorte oder Zwetschgenkuchen zeigen, denn die standen alle gestern bei uns auf dem Speiseplan (noch dazu waren No. 2 und 3 von mir selbstgebacken) aber die folgende Torte ist an Originalität kaum zu überbieten:


Eine aus Gummibärchen, Mandarinenfruchtgummi und weißen Mäusen geschichtete Torte, die, sobald sie den beiden Geburtstagskindern überreicht wurde, der heiß ersehnten Schneewittchentorte schlagartig den ersten Rang bei der Samstagssüß-Hitparade streitig machte. Die anwesenden Kinder wollten fortan NUR noch von diesem Kuchen naschen ... tststs ... und dafür stelle ich mich stundenlang in die Küche.

Womit ich beim dieser Tage alles beherrschenden Thema angelangt bin: gestern sind unsere beiden Schätze vier Jahre alt geworden. Wow! Schon vier Jahre ist das her, dass ich mit zwei kleinen Bündeln im Arm auf die Station geschoben wurde. Alles noch völlig ungewohnt und unklar, was die Zukunft bringen wird. Nun gehen die zwei schon ein Jahr lang in den Kindergarten, sprechen wie "ein Buch" (vor allem der weibliche Teil des Duos kaut mir regelrecht das Ohr ab), fahren Fahrrad (hier ist der männliche Teil eindeutig der Fanatischere ... das liegt in der Form auch in der Familie :-)), sind Wasserratten und haben richtig gute Freunde.

Das Tolle: es wird immer besser mit den Beiden! Ich genieße die zunehmende Selbständigkeit meiner Kinder, ihre Ausführungen über Drachen, Eisenbahnen, Rechenarten, Katzen, Nachbarn und so weiter und so fort bringen mich oft zum Lachen und die gemeinsam verbrachte Zeit macht Spaß (das war früher nicht immer so).

Heute werden wir noch eine kleine Fahrradtour unternehmen, denn zum Geburtstag gab's brandneue Fahrräder (und somit hat das allererste Prinze.ssin Lil.lifee-Produkt Einzug in unseren Haushalt gehalten, *örks*, die Tochter hat sich so ein Rad inbrünstig gewünscht), und dann heißt's für mich wieder Teig rühren und backen für den zweiten Teil der großen Sause: Geburtstagsparty im Kindi und großer Kindergeburtstag am Nachmittag. Mit Checkliste, Reise nach Jerusalem, Bobbycar-Rennen und abschließender Überreichung einer Urkunde an jedes Kind ... und danach bin ich reif für die Insel. Dorthin, und zwar auf die Britische, geht es übrigens im nächsten Sommer, wenn alles gut läuft. Aber das ist ein anderes Kapitel.

Und nun entschwinde ich wieder ins Off, zumindest solange hier weiterhin Kindergeburtstag stattfindet.