30.03.11

Polyfanny

Viermal Fanny in ihrem neuen Mantel. Gefertigt nach dem Schnitt Polyanna. Sie mag das neue Kleidungsstück, obwohl es recht schwer ist. Ich habe mir viel Zeit dafür gelassen. Der Jeansstoff und der Jersey, mit dem der Mantel gefüttert ist, waren sagenhaft günstige Coupons vom Stoffmarkt. Die Einsätze an Kapuze und Taille sind aus einem meiner Lieblinsstoffe genäht. Bini von Frau Tulpe.

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Ein wenig Retro ist das neue Teil, finde ich. Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob es mich an die 70er oder 80er Jahre erinnert. Was meint ihr?

Danke auch für eure netten Kommentare zu meinem letzten Post. Inzwischen scheint diese schwere Zeit schon so weit weg zu sein. Weil das betroffene Kind wieder ganz das Alte ist, auch mit den "alten" Trotzanfällen ... heute erst wieder ... puh.

21.03.11

Auftauchen

Nach einer teils heftigen Zeit im Paralleluniversum Krankenhaus, leben wir uns nun seit 4 Tagen wieder ein. Als komplette Familie, in gewohntem Chaos zuhause und dankbar, dass Kind 2 die schwere OP samt darauf folgendem Aufenthalt auf der Intensiv- und Normalstation ohne Komplikationen, tapfer, kooperativ und hoffentlich ohne psychischen Knacks überstanden hat.

Kind 1 stand während der geschwisterlosen Zeit neben sich, wusste im Kindergarten und zuhause nichts mit sich selbst anzufangen. Nun blüht es merklich auf, seit alles wieder seinen gewohnten Lauf nimmt. Das habe ich so nicht erwartet, aber eigentlich ist dieses Verhalten nicht verwunderlich, weil es das eine Kind ja nie ohne das zweite gab.

Nun werden wir zwei weitere kindergartenlose Wochen verbringen, denn die Infektionsgefahr wäre für Kind 2 einfach zu groß. Manchmal bedarf es solcher schlimmen Erfahrungen, das eigene Kind intubiert, verkabelt und mit Schläuchen versehen daliegen zu sehen, um sehr viel mehr dankbarer zu sein. Dankbar für zwei anstrengende Kinder zuhause, dankbar für Gesundheit und dankbar in einem wohlhabenden Land zu leben, in dem eine medizinische Versorgung durch Spezialisten für alle gewährleistet ist ... ich frage mich  nur, wie lange noch.


Am Wochenende konnte ich nun doch alle schon lang geplanten Termine wahrnehmen, was ich noch eine Woche zuvor für unmöglich hielt. So verkauften wir auf einem Zwillingsbasar unseren Kinderwagen und viele, viele Kleider. Der Samstag endete bei einem schönen und lustigen Geburtstagsfest bei einer Freundin in der Nachbarschaft. Ja, und dann war da noch der Besuch des Stoffmarkts in Ludwigsburg. Gemeinsam mit einer ähnlich stoffsüchtigen Freundin. Sonntag nachmittags ging's dann noch bei blauem Himmel, Sonnenschein und beinahe milden Temperaturen in den Garten. Die Obstbäume stehen quasi in den Startlöchern. Bald wird alles blühen. Die eine meiner zwei Lieblingsjahreszeiten wir sehr, sehr bald beginnen.

Und nun mache ich mich daran den riesigen Berg an anstehenden Nähprojekten und Aufträgen abzuarbeiten.

22.02.11

Das 1-Stunde-Faschingskostüm

Wir befinden uns ja in der Endphase der fünften Jahreszeit. Gott sei Dank, denn dann ist's endlich vorbei. Ich bin bekennender Faschingsmuffel. Meinen Kindern möchte ich aber das Verkleiden und Faschingfeiern dadurch nicht vermiesen. Jedoch ignorierte ich bis gestern die Tatsache, dass die beiden Chaoten heute bei ihrer kleinen Freundin zu einer Faschingsparty eingeladen sind. Letzte Woche fragte ich jedoch vorsichtshalber als was sie denn im Fasching gehen wollen. "Als Handwerker" war die einhellige Antwort. "Aha, grmpf, nein ich kaufe jetzt keine Bauarbeiterhelme etc.", war mein Gedanke.

Ich schob also die konkrete Auseinandersetzung mit diesem Thema auf, bis mir gestern, als das trouble double mit seinen Kochmützen spielte (ein "giveaway" von einem Küchenstudio, bei dem sie in der Weihnachtszeit Plätzchen backen durften) ein Licht aufging. Bäcker! Jawohl, als Bäcker werden sie sich morgen verkleiden.

Heute morgen zwischen Einkaufen und Kochen wurde zuerst der Werbeaufdruck auf den Mützen übernäht, dann aus einem Stück weißer Popeline Halstücher gekettelt (erwähnte ich schon, dass ich meine Overlockmaschine liebe ...), schließlich erinnerte ich mich spontan an eine gestickte Brezel-Applikation, die sich in meinem Applikationsfundus befindet. Die wurde flugs auf ein weißes T-Shirt genäht. Und für Fanny gab's einen fix aus Restestoffen entworfenen Cupcake (vielen Dank an die Erfinder des Vliesofix :-)) auf ein anderes T-Shirt. Dauer der Aktion: 1 Stunde. Geschminkt haben sich die beiden teilweise selbst. Und sie waren sehr zufrieden.


Während der Nähaktion heute morgen, dachte ich immer wieder, wie cool es ist, so ein tolles Hobby zu haben.

18.02.11

Kleinkariert

...muss der Stoff für dieses Blüschen schon sein.

Nachdem Fanny der ersten Version dieser Bluse entwachsen ist, musste ich nochmals nachlegen, denn dieses Kleidungsstück gehört zu unseren Lieblingsklamotten. Drei Nummern größer als Bluse No. 1 und sehr viel mehr gelungener und schneller genäht, dank der genialen Overlockmaschine. Wie konnte ich nur ohne Ovi leben? Hier der Vergleich:

April 2010

Februar 2011

Fanny hat beim Nähen fleißig assisiert, hat Fäden abgeschnitten, Knöpfe ausgesucht und sortiert und folgte mit großer Geduld dem Herstellungsprozess. Die letzten zwei Wochen war das Mäuschen nicht im Kindergarten wegen einer Mittelohrentzündung und einer gleich darauf folgenden Grippe mit sehr hohem Fieber. Wir haben die Zeit vormittags zu zweit genossen. Wie entspannt es doch ist, mit nur einem Kind zuhause. Trotzdem fiebert Fanny dem Montag entgegen, denn dann gibt es ein Wiedersehen mit ihren Kindergarten-Freunden und ihren speziellen zwei Freundinnen.

12.02.11

12 von 12 (Februar 2011)

Tja ... nun also doch online. Das Kind und wir wurden am Donnerstag Nachmittag wieder von der Klinik nach Hause geschickt. Nachdem bereits alle Voruntersuchungen für die OP gemacht waren und der "Zugang" schon gelegt war. Der Grund: plötzliches hohes, sehr hohes Fieber. Nun heißt es abwarten. Dieses "Hü" und "Hott" zehrt wirklich an den Nerven. Trotzdem war der heutige Samstag schön, und wir genossen die gemeinsame Familienzeit.

morgens gekauft

mittags gekocht

vormittags gebaut

tagsüber gemessen

gebannt ...

... geschaut (hier entsteht unsere neue Wohnung) 

gespielt

im Garten gesandelt und ...

... gefreut (über sprießende Blümchen, die wir letzen Herbst gepflanzt haben) 

Verblühtes eingepflanzt

nachmittags geschlafen 

genüsslich getrunken

Recht unspektakulär war unser Samstag heute. Aber das ist uns mehr als recht! 

Wer noch alles mitgemacht hat, ist hier aufgelistet.

01.02.11

Das Möff und ich: eine unerfüllte Liebe


Ich gebe es zu: ich liebe das Möff. Es ist das liebenswerteste Stickmonster auf der ganzen Welt. Nun wollte ich diese bisher eher geheime Liebe, in die nur wenige Personen eingeweiht waren, öffentlich machen. Ein großartiges Outing stellte ich mir vor, mit viel Applaus und wohlwollenden Blicken, die das junge Glück begleiten sollten.

Das Möff und ich machten einen Ausflug zum Lieblingsstoffdealer und wir trafen eine Stoffauswahl, die exakt auf Teint und Kleidung meines Angebeteten abgestimmt wurde. Die Stoffe sollten ihm schmeicheln, und, nicht zu vergessen, auch mir.


Ich verliebtes Huhn konnte es kaum erwarten ein Shirt zu nähen auf dessen Brustbereich, ganz nahe am Herzen, das Möff seinen zukünftigen Platz finden sollte.

Nach Fertigstellung desselben, streifte ich es über, platzierte uns vor dem Spiegel und drückte das Monster probeweise an meine Brust. Es sah lächerlich aus, echt jetzt. Ich bin definitiv an dieser Stelle zu gut ausgestattet und viel zu alt für solche Mätzchen .... *schluchz* ... ich hatte mir doch alles so schön und perfekt vorgestellt. Das Möff und ich, wir lieben uns, aber wir können einfach nicht zusammen kommen.

Fortsetzung folgt.

Aber es gibt auch Trostvolleres zu berichten. Gestern Abend nähte ich ein neues Shirt für meinen kleinen Spinner. Sehr süß dieser Igelchen-Stoff von Hilco, nicht wahr?


Den Stoff habe ich bereits in der beigen Popeline-Version für die Babydecke benutzt. Ich liebe die Farbgebung dieser Ware.

Heute kam ein weiteres zuckersüßes Streichelstöffchen ins Haus geflattert, mit vielen, vielen Erdbeeren, von Riley Blake. Ich weiß auch schon was ich daraus nähen werde :-).

24.01.11

Dies und das

Nachdem wir letzte Woche 3 Tage in der Klinik verbracht haben, mit dem Ergebnis, dass uns eine Operation bevorsteht, die einen weiteren Klinikaufenthalt von ca. 14 Tagen zur Folge hat, genießen wir Heim und Herd umso mehr. Obwohl es das Kind, laut eigener Aussage, im KKH schöner findet als Zuhause (!). Die Liegen, die den Begleitpersonen zur Übernachtung bereitgestellt werden, sind doch nicht so schlimm, wie ich es erwartet hatte. Aber recht schmal und doch nicht das Wahre. Man wird älter ...

Ein paar der neuen Kleider, die ich für Fanny genäht habe, habe ich noch gar nicht gezeigt, obwohl sie schon lange in Gebrauch sind und oft getragen werden. Was bin ich froh, dass die Kinder die selbstgenähten Sachen so gerne anziehen. Man hört vereinzelt von etwas "anspruchsvollerem" Nachwuchs.

Da wären eine weitere Amelie, dieses mal aus kuscheligem Fleece mit allseits bekannten Velours von Farbenmix.


Und eine Bandito (cooler Schnitt), aus Nickystoff.


Nachdem ich mein neues Handy erneut mit Kaugummi beklebt aus meinem Rucksack gefischt habe, wurde es Zeit für ein Handytäschchen. Hier ist es, ich liebe es jetzt schon, nach dem famosen Schnittmuster von Frau machwerke. Ich hab's gleich in doppelter Ausführung genäht, so das ein Exemplar ins Lädchen gewandert ist.

15.01.11

Nähen gegen die Aufregung

Unter dieses Motto kann ich das jüngst entstandene Shirt für Simon stellen. Der erste Termin im Krankenhaus steht uns bevor. Bei mir macht sich immer mehr eine innere Unruhe, Aufregung und auch ein bisschen Angst breit. Nähen und die damit verbundene Fokussierung auf das momentane Tun, hilft mir enorm diese Unruhe für ein Weilchen zu besänftigen. Mal sehen was Simon zu seinem neuen Shirt sagt ...  es wird ihm gefallen, da bin ich mir ziemlich sicher.


13.01.11

Mami ich hab' ein Männle gemalt ...

... strahlte Fanny heute morgen und zeigte mir stolz ihr erstes gemaltes Männle. Erstaunlicherweise kein Kopffüssler, sondern eine Figur mit Leib. Laut Fanny handelt es sich bei der Zeichnung um ein Mädchen. Ich bin gespannt auf das erste Männle ihres Bruders.

12.01.11

12 von 12 (Januar 2011)

Puh! War das ein trüber Tag. Und anstrengend, da die Kinder wegen des fehlenden Auslaufs draußen, am späten Nachmittag ziemlich anstrengend wurden. Jetzt sind sie im Bett und ich starte mal mit meinen 12 Bildern vom heutigen 12. Tag des Monats. Let's go ...

Nachdem ich die Kinder in den Kindergarten gebracht hatte, ging's schnurstracks nach Hause, um zuerst einmal "Geschäftliches" zu erledigen ...

... und dann meine Blogrunde zu drehen, um *huch* erschreckt festzustellen, dass heute die "12 von 12" dran sind.

Heute war einer der seltenen Tage, an dem ich den Vormittag ausschließlich meinem Hobby widmen konnte. Vor kurzem kam dieses Buch ins Haus geflattert. Seitdem juckt's mich doch sehr in Sachen Patchwork und Quilten.

Einen Anfang in diese Richtung habe ich gemacht: die erste selbstgenähte Babydecke wird angefertigt. Und heute Morgen wurde es ernst und ich war schon etwas aufgeregt, als dieses "Ungetüm" neben meiner Nähmaschine auf seine Fertigstellung wartete.

Puh, das Zusammennähen der 3 Lagen ist geschafft. Nun kommt das Wenden ... die Spannung steigt, wie das Teil "richtigrum" aussieht.

Richtig toll, finde ich.

Jetzt noch schnell Mittagessen kochen, bevor es los geht zum Kindergarten, um die beiden Chaoten abzuholen.

Fanny war sehr stolz auf ihre im Kindergarten selbstgebastelte Krone.


Weil es draußen heute so ungemütlich war, haben wir den Nachmittag drinnen verbracht. Unser Indoor-Programm begann nach dem Essen mit einer Runde geschwisterlicher Zuneigung ...

... ging weiter mit Experimenten an der Kugelbahn ...

... wurde spannend im Wettkampf mit dem Raben ...

... und endete schließlich mit Besuch aus der Nachbarschaft.

Eine Gute Nacht euch allen!
Ich schau' jetzt mal bei Caros zuverlässigem Sekretär vorbei, um zu spickeln, was sonst noch alles los war  heute.

03.01.11

Ein weißer Jahresbeginn

Kaum ist das neue Jahr 2 1/2 Tage alt, vergisst man Leuten, die einem das erste Mal in 2011 begegnen ein gutes, neues Jahr zu wünschen. Deshalb hole ich es nun hier schriftlich nach und wünsche euch, den lieben Lesern meines blogs, ein gutes neues Jahr. Bleibt gesund und versucht auch den Alltag zu feiern.

Am 1. Januar waren wir seit langer Zeit einmal wieder auf unserem "Stückle". Wir wollten nach dem Rechten schauen, ob das Gartenhäuschen und das Gewächshaus noch stehen und unversehrt sind. Aus unserem kurzen Besuch ist dann ein längerer Aufenthalt geworden, denn womit lässt sich besser spielen als mit "jungfräulichem" Schnee? Der Truck musste unbedingt aus seinem Winterlager, dem Gewächshaus geholt werden, um die winterlichen Straßenverhältnisse zu testen. Und bei der Schneeballschlacht hat Simon schon "wie ein Großer" geworfen. Die Anmeldung beim örtlichen Handballverein folgt in Kürze ... ;-).





Abends dann Ausprobieren des Zwergenmützen-Schnitts nach diesem Ebook. Zuckersüß! Wer würde mir bitte ein Baby ausleihen, dem ich dieses Mützchen aufsetzen darf?


Mangels Nachwuchs im passenden Alter, ist die Zwergenmütze nun in meinem DaWanda-Shop zu bekommen.

27.12.10

Sie näht noch

Nach einem recht entspannten weißen Weihnachtsfest, das u.a. mit einem Notdienst-Besuch im Krankenhaus und einer allergischen Reaktion unseres Sohnes gewürzt war, habe ich gestern Abend die Nähmaschinen angeworfen und einen schon lange geplanten Nicky-Sweater für Simon genäht. Der Zwerg hat einen Wachstumsschub hinter sich und kann neue Klamotten gut gebrauchen.

Zur Fixierung der Affen-Applikation habe ich nun zum ersten Mal das "Steam-a-seam" verwendet. Der Affe ist nicht zusätzlich angenäht, weil sein unterer Teil die Tasche überlappt. Jetzt bin ich gespannt ob die Folie hält was sie verspricht.

Das Modell wurde übrigens bei seiner neuen Lieblingsbeschäftigung fotografiert: Hüpfen auf dem vom Christkind geschenkten, neuen Trampolin.



Schnitt: Ottobre 4/2010 (schon wieder ;-))
Applikation: Cheeky Monkey von Hamburger Liebe
Stoffe: Hilco

15.12.10

Jo, is denn scho Weihnachtn?

Das dachte ich gestern, als der (bemitleidenswerte) Paketbote am frühen Abend das Paket bzw. den Sack aus Übersee ablieferte. Die sehnlichst erwartete Lieferung von hier. Ohne Versandkosten (eine zweimal jährlich stattfindende Aktion des Dealers) und genialerweise am Zoll vorbei.

Die Warterei hat sich wirklich gelohnt: sensationell günstige Lineale für den Rollschneider, total preiswerte Ersatzklingen für den Rollschneider, wie immer aus den USA"best price" Streichelstöffchen und eine Testration "Steam-a-seam". Das amerikanische Pendant zum Vliesofix, jedoch mit "Haltegarantie". Ich mach' das garantiert wieder ...


Ansonsten geht es mit der Laune bergauf: hier wird fleißig Nachschub für das Lädchen fabriziert, aber auch kleine Weihnachtsgeschenke für liebe Freunde und Verwandte. Trotzdem gibt es bei uns noch keine Anzeichen von Weihnachtshektik. Wäre schön, wenn das so bleibt.

09.12.10

Ein veritables Tief ...

... gilt es zur Zeit hier zu durchschreiten. Mich plagt seit beinahe einem Monat eine Erkältung, bin deswegen auch schon paar ein Tage im Bett gelegen, und sie will einfach nicht gehen. Eine ihrer Auswirkungen, die mich regelmäßig in tiefster Nacht überfällt, ein Hustenreiz, der sich gewaschen hat, führt zur Müdigkeit. So huste ich mir nachts die Seele aus dem Leib und zähle dabei die Sch... auf, die wir zur Zeit am Hals haben.

Da sind ein Gerüst am Haus, welches am 19. November (!) aufgestellt wurde, um das Dach zu dämmen und neu decken zu lassen. Eine S-U-P-E-R  I-D-E-E unserer Vermieter, denn hier in "Schwäbisch Sibirien" ist zu dieser Jahreszeit üüüüüberhaupt nicht mit Schnee, Schneeschmelze, wieder Schnee usw. zu rechnen. Fazit: Die Dachdecker haben seit Gerüstaufbau ganze 2 1/2 Tage gearbeitet, das Gerüst wird uns mit Sicherheit bis in den März erhalten bleiben. Weil die Dachrinne fehlt, steht unser Küchenbalkon 3 cm tief unter Wasser, der große Balkon ist auch nicht zu benutzen. Desweiteren müssen wir unseren Dachabstellraum räumen für die Dachdecker. Weitere Unannehmlichkeiten will ich gar nicht aufzählen. Wir leiden hier also an absolutem Raummangel, unsere Vermieter sehen sich aber vollkommen im Recht, heulen und vor, wie teuer es doch ist, so eine Haus zu unterhalten (blöde Geldsäcke, sollen sie ihren Kasten halt verschenken, echt ey!), sie weigern sich eine Mietminderung einzuräumen. Am Dienstag habe ich einen Termin beim Mieterschutzbund.

Weiterhin gelingen mir keine Weihnachtsmandeln mehr. Zwei Bleche voller verbrannter Mandeln unter ungeschmolzenem Puderzucker habe ich in die Biotonne verfrachtet. Damit sind sämtliche "kleine Weihnachtsaufmersamkeiten", die ich verschenken wollte, beinahe nicht mehr machbar. Liebe Caro, falls Du das hier lesen solltest, hast Du mir einen Tipp?

Außerdem: unser Abfluss im Bad leckt. Das darunterstehende Schränkchen samt Inhalt stand zweimal unter Wasser. Wir werden das selbst reparieren, denn sonst bekämen wir sicher wieder von den von unseren Vermietern beauftragten Handwerkern, eine Rechnung knapp unter 150 Euro. Man will als Handwerker ja im Geschäft bleiben und weiß, dass ein Mieter hier im Haus alle "Schönheitsreparaturen unter 150 Euro" selbst zu bezahlen hat. Nein, diese Kosten kann man nicht auch noch den arg gebeutelten Vermietern aufs Auge drücken...

Zuletzt, und das umreiße ich hier nur, werden wir wohl bald einen längeren Krankenhausaufenthalt hinter uns bringen müssen. Samt einer Operation, vor der mir Angst und Bange ist. Ich bin nicht die betroffene Person. Beinahe hätte ich, "leider nicht die betroffene Person" geschrieben.

01.12.10

Rückblick November 2010



GELESEN: I.KEA Kataloge, Baupläne, Baubeschreibung
GEHÖRT: "Wenn es wieder Weihnachten wird", Radio
GESEHEN: Tatort (Grandios: Ulrich Tukur als Kommissar Felix Murot. Ich freue mich auf viele weitere Folgen...)
GESUNGEN: Laternenlieder, St.-Martins-Lieder, Weihnachtslieder. Gestern Abend bei der Weihnachtsfeier meiner "Ab-Januar-wieder-50-%-Arbeiten-Agentur" habe ich mich strikt geweigert den "Zellensong" mitzusingen ...
GETRUNKEN: Punsch, Kaffee, Tee, Rotwein, Sekt, Apfelschorle
GEGESSEN: zu viel und zu süß
GEKOCHT: Das Übliche (Maultaschen, Gnocchi, Kartoffelgulasch, Schnelles Huhn usw.)
GEBACKEN: Käskuchen, Kirsch-Kaffe-Kuchen, Muffins
GEFREUT: Über den Schnee und das Schlittenfahren mit den beiden Chaoten, das Schlittentaxi, welches seit Montag die Kinder in den Kindergarten bringt. 
GEKNIPST: dies und das
GELACHT: klar
GEÄRGERT: erst gestern über unsere Vermieter ...
GENÄHT: Taschen, Halstücher, T-Shirts, Hüllen aller Art
GEKAUFT: CD-Player, Unterhosen, Adventskalenderfüllung, Weihnachtsgeschenke 
GEREIST: Ich passe